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ImmoScout24-Daten erfassen: Mietobjekte & Marktdaten 2026 | Octoparse

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So erfassen Sie Mietobjektdaten von ImmoScout24 – auch ohne fertige Vorlage. Inserate, Kaltmiete und Wohnfläche als Tabelle, per anpassbarer Aufgabe oder MCP.

5 Minuten lesen

Die Angebotsmieten in Deutschland bleiben auf hohem Niveau: Laut dem ImmoScout24 WohnBarometer Q1 2026 liegen sie im Bestand bei rund 9 €/m² und im Neubau bei rund 13 €/m² (Stand Q1 2026). Gleichzeitig lässt der Druck auf den Mietmarkt nach: In den Metropolen ist die Nachfrage im Jahresvergleich spürbar gesunken, und die Preise entwickeln sich je nach Stadt und Lage sehr unterschiedlich.

Für Makler, Investoren und Marktbeobachter heißt das: Ein einzelner Blick auf ein Portal reicht nicht mehr. Wer Mietniveaus, Angebotsdauer und neue Inserate über Städte und Bezirke hinweg vergleichen will, braucht die Daten strukturiert und regelmäßig aktualisiert, nicht als Screenshot, sondern als Tabelle.

Genau hier setzt das automatische Erfassen (Scraping) von ImmoScout24-Daten an. Dieser Artikel zeigt, wie Sie Mietobjektdaten von ImmoScout24 auslesen, auch ohne fertige Vorlage, über eine anpassbare Aufgabe. Dieselbe Methode lässt sich auf andere Immobilienportale übertragen, für die es keine vorgefertigte Vorlage gibt.

ImmoScout24-Daten erfassen: 3 Wege im Überblick

  • Anpassbare Aufgabe (ohne Vorlage): Sie legen selbst fest, welche Felder ausgelesen werden. Ideal für ImmoScout24 und andere Portale ohne fertige Vorlage sowie für spezielle Feldanforderungen. Schritt für Schritt in diesem Artikel.
  • Offizielle Schnittstelle (API): Nur für vertraglich angebundene Anbieter, kein breiter Marktdatenzugriff (siehe Abschnitt „Grenzen der offiziellen API”).
  • Über KI/MCP: Cloud-Aufgaben per Octoparse MCP direkt aus Claude oder ChatGPT auslösen (siehe Abschnitt „per MCP anbinden”).

Welche ImmoScout24-Daten lassen sich erfassen?

Beim Erfassen eines ImmoScout24-Inserats stehen alle Felder zur Verfügung, die auch im Exposé sichtbar sind. Typischerweise lesen Nutzer diese Objektdaten aus:

FeldWas es enthält
Inserats-Titel & IDÜberschrift des Inserats und ImmoScout24-Objektnummer
KaltmieteNettomiete ohne Nebenkosten
Warmmiete / NebenkostenGesamtmiete inkl. Betriebs- und Heizkosten
WohnflächeFläche in m²
ZimmeranzahlAnzahl der Zimmer
Adresse / LageStadt, Stadtteil, teils Straße
ObjektartWohnung, Haus, Gewerbe, Grundstück
Ausstattung (Exposé)Balkon, Einbauküche, Baujahr, Energiekennwerte
Anbieter / MaklerName des Inserenten, Kontaktweg
Inseratsdatum & Bilder-URLsVeröffentlichungsdatum, Links zu den Fotos

Der Unterschied zwischen Kaltmiete und Warmmiete ist dabei entscheidend: Nur wenn beide Felder getrennt erfasst werden, lassen sich Angebote über Städte und Bezirke hinweg fair vergleichen.

In 5 Schritten: ImmoScout24 ohne fertige Vorlage scrapen

Für ImmoScout24 gibt es keine vorgefertigte Vorlage. Das ist kein Nachteil: Mit einer anpassbaren Aufgabe legen Sie selbst fest, welche Felder ausgelesen werden. Genau dieser Weg funktioniert auch bei anderen Portalen ohne Vorlage und bei speziellen Feldwünschen.

Startseite von Octoparse mit eingefügter Such-URL in einer neuen Aufgabe.
  1. Such-URL einfügen: Öffnen Sie auf ImmoScout24 die gewünschte Ergebnisliste (Stadt, Miete, Zimmer gefiltert) und kopieren Sie die URL in Octoparse.
  2. Automatische Erkennung starten: Octoparse erkennt die Inserate der Liste und schlägt Felder wie Titel, Kaltmiete und Wohnfläche automatisch vor.
  3. Felder anpassen: Ergänzen oder entfernen Sie Felder (z. B. Warmmiete, Exposé-Ausstattung, Makler), splitten Sie zusammengefasste Felder wie „Preis / Fläche / Zimmer” in eigene Spalten und benennen Sie die Spalten um.
  4. Folgeseiten einrichten: Aktivieren Sie das Blättern über die „Weiter”-Seiten, damit nicht nur die erste Ergebnisseite erfasst wird.
  5. Ausführen und exportieren: Starten Sie die Aufgabe lokal oder in der Cloud und exportieren Sie das Ergebnis als Excel, CSV oder direkt in eine Datenbank.
KI-gestützte Felderkennung beginnt automatisch.
Octoparse hat die Inserate automatisch erkannt (grün markiert), mit Datenvorschau.

Hinweis zu Schritt 3:

Die automatische Erkennung ist der Startpunkt, nicht das Endergebnis. In der Praxis stehen Preis, Fläche und Zimmerzahl zunächst in einem gemeinsamen Feld („569 € 16 m² 1 Zi.”). Trennen Sie diese Angaben in eigene Spalten für Kaltmiete, Wohnfläche und Zimmer, damit die Tabelle auswertbar wird.

Von der ImmoScout24-Ergebnisliste zur strukturierten Excel-/CSV-Tabelle

Eine ausführliche, bebilderte Anleitung finden Sie außerdem in der Schritt-für-Schritt-Anleitung im Octoparse Helpcenter.

Grenzen der offiziellen ImmoScout24-API

ImmoScout24 betreibt ein eigenes API-Entwicklerportal. Die dort zentrale Import/Export-API ist jedoch dafür gemacht, dass angebundene Anbieter, also Makler und Softwarehäuser, ihre eigenen Inserate anlegen, ändern und veröffentlichen. Der Zugang setzt eine Registrierung mit Client-Zugangsdaten und eine Freigabe voraus.

Für die Beobachtung des gesamten Marktes ist diese Schnittstelle nicht gedacht: Sie liefert Ihnen Ihre eigenen Objekte, nicht die Inserate anderer Anbieter über Städte und Bezirke hinweg. Kurz gesagt: Die offizielle API zeigt Ihnen Ihre eigenen Angebote, das Erfassen zeigt Ihnen den Markt. Wer Mietniveaus vergleichen oder neue Inserate marktweit verfolgen will, kommt an einer eigenen, strukturierten Erfassung nicht vorbei, wie sie der vorige Abschnitt zeigt.

ImmoScout24 per MCP aus Claude oder ChatGPT anbinden

Wenn Sie ohnehin mit einem KI-Assistenten arbeiten, lässt sich Ihre ImmoScout24-Aufgabe über das Model Context Protocol (MCP) direkt aus Claude, ChatGPT oder Cursor auslösen. Die Einrichtung dauert etwa fünf Minuten: Sie hinterlegen den MCP-Server (https://mcp.octoparse.com) in Ihrem KI-Tool.

Wichtig zu wissen: MCP startet cloud-fähige Vorlagen oder bereits eingerichtete Cloud-Aufgaben, es erfasst keine beliebige Seite auf Zuruf. Da es für ImmoScout24 keine fertige Vorlage gibt, richten Sie zuerst die anpassbare ImmoScout24-Aufgabe ein (siehe oben) und lassen sie in der Cloud laufen. Danach genügt im Chat ein Satz wie „Starte meine ImmoScout24-Aufgabe und gib mir die neuen Inserate”, um die aktuellen Daten abzurufen.

Cloud-Zeitplan (z. B. täglich): So bleibt die Erfassung automatisch aktuell.

Mit einem Cloud-Zeitplan (z. B. täglich) bleibt diese Erfassung automatisch aktuell, so werden aus einer einmaligen Abfrage fortlaufend aktualisierte Mietdaten.

Rechtliches und fairer Zugriff: Was Sie beim Erfassen beachten sollten

Das Erfassen öffentlich sichtbarer Inserate ist in Deutschland nicht pauschal verboten, unterliegt aber klaren Grenzen. Beachten Sie diese Punkte:

  • Nutzungsbedingungen (AGB): Prüfen Sie die AGB von ImmoScout24. Sie regeln, welche automatisierte Nutzung zulässig ist.
  • robots.txt: Respektieren Sie die dort gekennzeichneten Bereiche.
  • Personenbezogene Daten (DSGVO): Erfassen Sie keine personenbezogenen Daten ohne Rechtsgrundlage. Namen und Kontaktdaten einzelner Makler oder privater Inserenten lassen Sie besser weg oder anonymisieren sie.
  • Serverlast: Begrenzen Sie die Abrufgeschwindigkeit, damit die Plattform nicht überlastet wird.
  • Zweckbindung: Nutzen Sie die Daten für Marktanalyse und interne Auswertung, nicht zum 1:1-Kopieren von Inhalten.

Als Faustregel gilt: Aggregierte Marktkennzahlen wie Preise, Flächen und Lagen sind unkritischer als einzelne personenbezogene Angaben. Ausführliche Hinweise finden Sie in unserem Leitfaden zu rechtssicherem Web Scraping.

Anwendungsfälle: Marktanalyse, Mietspiegel-Daten und Investitionen

Strukturierte ImmoScout24-Daten entfalten ihren Wert vor allem, wenn sie fortlaufend erhoben werden. Drei typische Einsatzfelder:

Eigener Mietindex statt veraltetem Mietspiegel. Aus regelmäßig erfassten Inseraten bauen Sie einen eigenen, tagesaktuellen Überblick über die Angebotsmieten je Stadtteil auf. Ein amtlicher Mietspiegel wird dagegen nur selten fortgeschrieben, meist alle ein bis zwei Jahre, und hinkt dem Markt hinterher. Wichtig zur Einordnung: Ihr eigener Index zeigt Angebotsmieten (was aktuell inseriert wird), der Mietspiegel dagegen die ortsübliche Vergleichsmiete aus bestehenden Verträgen. Beide ergänzen sich. Laut ImmoScout24 WohnBarometer Q1 2026 liegen die Angebotsmieten im Bestand bei rund 9 €/m² und im Neubau bei rund 13 €/m²; zugleich lässt der Druck auf den Mietmarkt nach und die Preise entwickeln sich je nach Lage sehr unterschiedlich (Stand Q1 2026). Genau diese Unterschiede werden erst durch einen eigenen, fortlaufenden Vergleich über Bezirke und Zeit sichtbar.

Marktanalyse und Serviceverbesserung. Makler und Verwalter erkennen früh, wo Angebote knapp werden oder wie lange Inserate online bleiben, und richten ihr Angebot danach aus.

Investitionsentscheidungen. Wer kaufen oder bauen will, vergleicht Mietniveaus, Flächen und Ausstattung über Standorte hinweg, um Renditechancen realistisch einzuschätzen.

Von der Forschung zur eigenen Marktbeobachtung: Wer ImmoScout24-Daten nutzt

Dass Angebotsdaten von ImmoScout24 weit mehr sind als eine Wohnungssuche, zeigt die Forschung selbst. Das RWI Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung baut aus den auf ImmobilienScout24 veröffentlichten Inseraten einen strukturierten Forschungsdatensatz (RWI-GEO-RED), der alle zum Kauf oder zur Miete angebotenen Wohnimmobilien seit 2007 erfasst, inklusive Preis, Fläche, Ausstattung und der Dauer eines Inserats. Daraus entstehen sogar kleinräumige Immobilienpreisindizes auf Ebene von Kreisen und Gemeinden (RWI-GEO-REDX). Anders gesagt: Genau die Inserate, die Sie in diesem Artikel erfassen, sind die Rohdaten anerkannter Marktforschung.

Für die Praxis heißt das, dass sich derselbe Ansatz im Kleinen nachbilden lässt:

  • Makler und Verwalter vergleichen eigene Angebote mit dem Marktumfeld.
  • Investoren und Projektentwickler bewerten Standorte anhand aktueller Miet- und Kaufpreise.
  • Marktforschung, PropTech und Journalismus bauen eigene Indizes, Modelle und Marktberichte auf granularen, aktuellen Zahlen auf.

Sie brauchen kein Forschungsdatenzentrum: Eine wiederkehrende Erfassung genügt, um Ihren eigenen Markt strukturiert im Blick zu behalten.

Quelle: RWI-GEO-RED / RWI-GEO-REDX, RWI Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung (FDZ Ruhr)

Fazit: Welcher Weg passt zu Ihnen?

Wenn Sie einzelne Objekte oder Ihren eigenen Bestand verwalten, führt der Weg über die offizielle API. Sobald Sie aber den Markt beobachten wollen, Mietniveaus vergleichen, neue Inserate verfolgen, einen eigenen Mietindex aufbauen, ist die anpassbare Erfassung mit Octoparse der direkte Weg, gerade weil es für ImmoScout24 keine fertige Vorlage gibt. Richten Sie die Aufgabe einmal ein, planen Sie sie in der Cloud und rufen Sie die Daten bei Bedarf sogar per KI-Assistent ab.

Übrigens funktioniert derselbe Ansatz für weitere Portale: Wie Sie mit Vorlage arbeiten, zeigt unser Beitrag zu Immobiliendaten von Immowelt scrapen (immobilien crawler).

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FAQ

Was ist ImmoScout24?

ImmoScout24 (ImmobilienScout24.de) ist eine der meistgenutzten Immobilienplattformen Deutschlands mit Miet- und Kaufangeboten für Wohnungen, Häuser und Gewerbe.

Das Erfassen öffentlich sichtbarer Inserate ist nicht pauschal verboten, unterliegt aber den AGB, der robots.txt und der DSGVO. Erfassen Sie keine personenbezogenen Daten und halten Sie sich an den Abschnitt „Rechtliches” oben.

Gibt es eine fertige ImmoScout24-Vorlage in Octoparse?

Nein. Für ImmoScout24 richten Sie eine anpassbare Aufgabe ein (siehe 5 Schritte). Der Vorteil: Sie bestimmen die Felder selbst und können dieselbe Methode auf andere Portale ohne Vorlage übertragen.

Kann ich auch ImmoScout24.ch (Schweiz) oder ImmobilienScout24.de erfassen?

Ja. Die Methode ist dieselbe, egal ob Sie eine Ergebnisliste von ImmobilienScout24.de oder von ImmoScout24.ch als Start-URL verwenden. Beachten Sie die jeweils gültigen Nutzungsbedingungen des Landes.

Wie finde ich alte oder archivierte ImmoScout24-Anzeigen?

Scraping erfasst die aktuell veröffentlichten Inserate, keine bereits gelöschten Anzeigen. Wenn Sie einen Verlauf brauchen, lassen Sie die Aufgabe regelmäßig laufen (Cloud-Zeitplan) und bauen sich so ein eigenes Archiv über die Zeit auf.

Wie halte ich die Daten aktuell?

Über einen Cloud-Zeitplan läuft die Aufgabe automatisch, zum Beispiel täglich, und liefert fortlaufend aktualisierte Mietdaten.

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