Wer im B2B-Vertrieb neue Kunden gewinnen will, braucht zuerst eine saubere Liste passender Unternehmen: nach Branche und Region gefiltert, inklusive Adresse, Telefonnummer und Ansprechpartner. Die Gelben Seiten sind dafür eine der ergiebigsten öffentlichen Quellen in Deutschland: Das Branchenverzeichnis listet mehrere Millionen Unternehmen mit Adresse, Telefonnummer und Branche. Diese Einträge von Hand abzutippen, skaliert allerdings nicht. In dieser Anleitung zeigen wir Ihnen, wie Sie Firmenname, Adresse, Telefonnummer und E-Mail mit fertigen Vorlagen ganz ohne Programmierung aus den Gelben Seiten extrahieren und daraus Ihre eigene Firmendatenbank aufbauen.
Schnellauswahl: Welche Vorlage passt zu Ihnen?
Octoparse bietet vier fertige Gelbe-Seiten-Vorlagen. Welche die richtige ist, hängt davon ab, ob Sie nach Stichwort oder nach fertigen URLs suchen, wie viele Daten Sie brauchen und ob E-Mail-Adressen dabei sein müssen:
- Schnell starten, E-Mails inklusive, kostenlos: die Vorlage Gelbe Seiten Scraper — Sie geben Stichwort-Ort-Paare ein (z. B. „Elektriker; Köln”) und erhalten Name, Adresse, PLZ, Branche, Telefonnummer und E-Mail. Läuft lokal ohne Zusatzkosten.
- Nur Unternehmen in einem bestimmten Umkreis — die Vorlage Gelbe Seiten Scraper (nach URLs mit Umkreis): Sie geben Such-URLs vor und passen den Radius an. Ebenfalls ohne Zusatzkosten.
- Große Mengen, maximal viele Felder (Profi-Weg): kombinieren Sie zwei Cloud-Vorlagen — der Gelbe Seiten Listing Scraper (nach Schlüsselwörtern) sammelt schnell und stabil die Trefferliste samt Listing-URLs, danach zieht der Gelbe Seiten Details Scraper (nach URLs) zu jeder URL die vollständigen Details inklusive E-Mail, Fax, Branche und Zahlungsweise. Wie diese Zwei-Stufen-Methode funktioniert, zeigen wir weiter unten.
- Sie sind Entwickler und suchen eine API: Eine offiziell dokumentierte öffentliche Gelbe-Seiten-API gibt es nicht. Die Cloud-Vorlagen lassen sich stattdessen per MCP anbinden — die praktikable API-Alternative (mehr dazu weiter unten).
Warum eine eigene Firmendatenbank?
Daten sind längst ein Vertriebsfaktor, doch die wenigsten Unternehmen nutzen sie. Laut dem Bitkom-Studienbericht „Data Economy” (2025), einer repräsentativen Befragung von 605 Unternehmen ab 20 Beschäftigten (KW 10–16/2025), schöpfen 60 Prozent der Unternehmen das Potenzial ihrer Daten kaum oder gar nicht aus. Gleichzeitig halten 67 Prozent datengetriebene Geschäftsmodelle für wichtig bis sehr wichtig. Bitkom-Präsident Ralf Wintergerst brachte es bereits 2024 auf den Punkt: „Die deutsche Wirtschaft muss ihre Daten nutzen und verwerten, damit nicht Dritte die Lücke füllen und sich in die Wertschöpfungskette schieben.”
Für den Vertrieb heißt das konkret: Wer aus einer öffentlichen Quelle wie den Gelben Seiten eine eigene, strukturierte Firmendatenbank aufbaut, verwandelt verstreute Einträge in einen nutzbaren Vertriebsdatensatz, dessen Herkunft und Aktualität er selbst kontrolliert, statt eine fertige Liste zu kaufen.
Welche Daten lassen sich aus den Gelben Seiten extrahieren?
Ein Gelbe-Seiten-Eintrag enthält weit mehr als eine Telefonnummer. Pro Unternehmen extrahieren die Vorlagen Felder, die sich in drei Gruppen ordnen lassen:
Kontakt und Erreichbarkeit (die Basis jeder Vertriebsliste): Firmenname, Adresse, PLZ, Standort, Telefonnummer, Fax, E-Mail und Website. Damit können Sie ein Unternehmen anschreiben, anrufen oder per Post erreichen.
Einordnung und Qualifizierung (damit Sie Leads vorsortieren, statt blind zu kontaktieren): Branche, Beschreibung, Öffnungszeiten, Öffnungsstatus und Zahlungsweise. Über diese Felder filtern Sie zum Beispiel gezielt aktive Betriebe einer bestimmten Branche in Ihrer Region.
Herkunft und Nachvollziehbarkeit (wichtig für die DSGVO, dazu weiter unten mehr): Zu jedem Datensatz liefern die Vorlagen automatisch die Quell-URL und den Erhebungszeitpunkt (Feld „Scrapen_Zeit”) mit. So ist für jeden Eintrag dokumentiert, woher er stammt und wann er erhoben wurde.
Die detailreichste Vorlage (Details Scraper) gibt pro Eintrag diese Felder aus: Firmenname (Titel), Adresse, Telefonnummer, E-Mail, Fax, Branche, Beschreibung, Zahlungsweise, Öffnungszeiten, Öffnungsinfo heute, Website, Reise-Info, Referenz-Fotos, Breadcrumb, Quell-URL und Scrapen-Zeit.
Vier Vorlagen, ein simpler Ablauf dahinter
Stellen Sie sich das gedruckte Branchenbuch vor. Zuerst blättern Sie zur Liste aller Elektriker in Köln und überfliegen Name, Adresse und Telefonnummer. Interessiert Sie ein Betrieb, schlagen Sie seine eigene Seite auf, wo alle Details stehen, oft auch E-Mail und Fax.
Genau diese zwei Handgriffe automatisieren die Vorlagen. Die einen sammeln die Liste (schnell, viele Betriebe, Basisdaten), die anderen die Einzelseiten (etwas langsamer, dafür vollständig). Alle vier auf einmal brauchen Sie also nie. Ihre Wahl hängt nur an zwei Fragen: Starten Sie mit einem Stichwort oder mit fertigen URLs? Und reichen Ihnen die Basisdaten, oder wollen Sie jedes Detail?
| Vorlage | Einstieg | Ausführung | Kosten (Stand 08/2026) | Gut für |
|---|---|---|---|---|
| https://www.octoparse.de/template/gelbe-seiten-scraper | Stichwort + Ort | Desktop (lokal) + Cloud | lokal kostenlos | Schnellstart mit E-Mail, PLZ und Öffnungszeiten |
| https://www.octoparse.de/template/gelbe-seiten-scraper-nach-urls | Such-URL + Radius | Desktop | kostenlos | Betriebe in einem festen Umkreis, inkl. E-Mail und Bewertungen |
| https://www.octoparse.de/template/gelbe-seiten-listing-scraper-cloud | Stichwort-Ort-Paare (bis 10.000) | Cloud | 0,3 US-Dollar / 1.000 Zeilen | schnelle, stabile Massenliste; liefert die Listing-URLs |
| https://www.octoparse.de/template/gelbe-seiten-details-scraper-cloud | Listing-URLs (bis 10.000) | Cloud | 0,6 US-Dollar / 1.000 Zeilen | vollständige Details inkl. E-Mail, Fax und Zahlungsweise |
Schritt für Schritt: in zwei Stufen zur angereicherten Firmendatenbank
Für große und zugleich vollständige Listen kombinieren Sie die beiden Cloud-Vorlagen, genau wie im gedruckten Branchenbuch: erst die Trefferliste, dann jede Einzelseite. Die erste Vorlage sammelt schnell die Liste samt Detailseiten-URLs, die zweite reichert über diese URLs die vollständigen Felder an.
Stufe 1: Trefferliste sammeln (Listing Scraper)
Öffnen Sie https://www.octoparse.de/template/gelbe-seiten-listing-scraper-cloud und geben Sie Ihre Schlüsselwortpaare im Format Was;Wo ein, also Branche oder Beruf, dann Ort, zum Beispiel arzt;berlin. Das ist genau die Logik der Gelbe-Seiten-Suche selbst (das Suchfeld „Was” und „Wo”). Starten Sie die Vorlage.


Die Ergebnisse erscheinen in Echtzeit: Titel, Adresse, Telefonnummer und Öffnungszeiten. Zwei Spalten sind besonders wichtig: die Spalte URL enthält die Adresse jeder Detailseite und ist die Brücke zu Stufe 2, die Spalte Scrapen_Zeit hält den Erhebungszeitpunkt jedes Datensatzes fest (den brauchen Sie später für die Datenherkunft, dazu im Abschnitt Rechtliches mehr).

Exportieren Sie die Liste, zum Beispiel als Excel, CSV oder JSON.

Tipp für große und wiederkehrende Aufgaben: In der Octoparse-Desktop-App stehen Ihnen zusätzlich zeitgesteuerte Läufe, automatischer Export (in Datenbank, lokalen Ordner oder Cloud-Speicher) und Benachrichtigungen zur Verfügung. Bei großen Datenmengen läuft die Erfassung dort stabiler.


Das Ergebnis von Stufe 1 ist eine Excel-Liste mit Firmenname, Adresse, Telefonnummer, den Detailseiten-URLs und dem Erhebungszeitpunkt.

Stufe 2: Details anreichern (Details Scraper)
Öffnen Sie https://www.octoparse.de/template/gelbe-seiten-details-scraper-cloud. Als Eingabe erwartet er Listing-URLs, und dafür gibt es zwei Wege: Entweder Sie kopieren die URL-Spalte manuell aus Ihrer Excel-Datei („Manuell eingeben”), oder Sie wählen „Aus Datei importieren”, laden die eben exportierte Datei, wählen das Tabellenblatt (hier Sheet1) und die Spalte mit den URLs (im Beispiel Spalte E). Octoparse liest die URLs dann automatisch ein. Starten Sie die Aufgabe.

Der Scraper öffnet jede Detailseite nacheinander. In unserem Test wurden rund 2.000 eindeutige Einträge in etwa 13 Minuten erfasst (durchschnittlich 157 Zeilen pro Minute, ohne einen einzigen CAPTCHA-Abbruch). Gerade bei mehreren Hundert oder Tausend URLs spielt die Desktop-App hier ihre Stabilität aus.

Exportieren Sie das Ergebnis. Jetzt sind alle Detailfelder dabei, die in der Listenansicht noch fehlten: E-Mail, Fax, Branche, Zahlungsweise und mehr, erneut samt URL und Scrapen_Zeit.

Aus einer schnellen Trefferliste ist so eine vollständige, angereicherte Firmendatenbank geworden, inklusive der E-Mail-Adressen, die im ersten Schritt noch nicht sichtbar waren. Da der Listing Scraper 0,3 US-Dollar und der Details Scraper 0,6 US-Dollar pro 1.000 Zeilen kostet, liegen die Kosten der Zwei-Stufen-Methode bei rund 0,9 US-Dollar pro 1.000 Einträge, also etwa 9 US-Dollar für 10.000 Einträge (Stand 08/2026). Wer stattdessen die kostenlosen lokalen Vorlagen nutzt, zahlt dafür nichts.
Gibt es eine offizielle Gelbe Seiten API?
Entwickler suchen oft nach einer „Gelbe Seiten API”, um Firmendaten automatisiert in eigene Systeme zu holen. Eine offiziell dokumentierte, öffentliche API bietet Gelbe Seiten jedoch nicht. Die praktikable Alternative sind die Cloud-Vorlagen von Octoparse, die sich programmatisch ansteuern lassen: klassisch über die Octoparse-API (mit einem API-Schlüssel in Ihrem Konto) oder per MCP direkt aus einem KI-Assistenten heraus.
Gelbe Seiten per MCP: Daten holen und direkt auswerten
MCP (Model Context Protocol) verbindet Octoparse mit einem KI-Assistenten wie Claude, ChatGPT oder Cursor. Sie beschreiben Ihr Ziel in normaler Sprache, der Assistent löst die passende Cloud-Vorlage aus und verarbeitet das Ergebnis im selben Gespräch weiter. Über MCP lassen sich dabei Cloud-Vorlagen auslösen; lokale Aufgaben laufen weiterhin in der Desktop-App. Die Einrichtung dauert nur wenige Minuten, die Anleitung finden Sie auf unserer MCP-Seite.
Ein Beispiel aus unserem Test:
Mit einem einzigen Satz
„Hol mir über die Octoparse-Gelbe-Seiten-Vorlage die Zahnärzte in Berlin, entferne Dubletten und Einträge ohne Telefonnummer und zeig mir, wie sich die Betriebe auf die Bezirke verteilen. Gib mir am Ende die 20 vielversprechendsten Leads mit ihren Kontaktdaten.”
hat der Assistent die passende Gelbe-Seiten-Cloud-Vorlage ausgewählt und ausgelöst.

Anschließend hat er die Rohdaten selbstständig aufbereitet: Dubletten und Einträge ohne Telefonnummer entfernt, fälschlich mitgezogene Treffer aussortiert (zum Beispiel Krankenhausabteilungen und arbeitsmedizinische Dienste statt echter Zahnarztpraxen) und jede Praxis per Postleitzahl ihrem Bezirk zugeordnet.

Das Ergebnis war kein Rohdaten-Dump, sondern ein fertiger Lead-Report: aus 399 gescrapten Rohdatensätzen wurden 28 bereinigte Berliner Zahnarztpraxen mit Telefon und E-Mail, verteilt auf 9 Bezirke, dazu eine priorisierte Top-20-Liste und exportfertige CSV-Dateien. Der Unterschied zu einer reinen API: Sie erhalten nicht nur Daten, sondern in einem Arbeitsschritt eine ausgewertete, einsatzbereite Lead-Liste.

Ein ehrlicher Hinweis: Die kostenlose Vorlage liefert für eine breite Suche wie „Zahnarzt Berlin” nur eine begrenzte Trefferliste (in unserem Lauf 28 Praxen, nicht die vielen Hundert, die es in Berlin tatsächlich gibt). Für eine flächendeckende Liste starten Sie gezielt engere Suchen je Postleitzahl oder nutzen eine kostenpflichtige Cloud-Vorlage mit höherer Trefferzahl.
Kosten im Vergleich: Octoparse, Apify und Bright Data
Für das Scraping der Gelben Seiten rechnen die Anbieter sehr unterschiedlich ab, was einen direkten Preisvergleich erschwert. Die folgende Übersicht zeigt die Modelle (Stand 08/2026, jeweils laut Anbieter):
Für das Scraping der Gelben Seiten rechnen die Anbieter sehr unterschiedlich ab, was einen direkten Preisvergleich erschwert. Die folgende Übersicht zeigt die Modelle (Stand 08/2026, jeweils laut Anbieter):
| Anbieter | Preismodell | Kosten | Kostenlose Option | Abrechnung |
|---|---|---|---|---|
| Octoparse | fertige Vorlagen | lokale Vorlagen kostenlos; Cloud-Vorlagen 0,3 bis 0,6 US-Dollar pro 1.000 Zeilen | ja: kostenlose lokale Vorlagen und kostenlose Version | pro Datensatz (Zeile) |
| Apify | Pay-per-Result | ab 3,00 US-Dollar pro 1.000 Einträge (Free-Stufe), bis 0,70 in höheren Stufen; zzgl. 0,005 US-Dollar pro Lauf | Free-Stufe | pro Eintrag |
| Bright Data | Pay-as-you-go oder Abo | 1,50 US-Dollar pro 1.000 Page Loads; Scale-Plan 499 US-Dollar pro Monat | 5.000 Page Loads pro Monat | pro Page Load |
Zwei Punkte sind für die Kalkulation wichtig. Erstens ist Octoparse der einzige der drei Anbieter mit einer vollständig kostenlosen lokalen Option, mit der Sie kleinere Listen ohne laufende Kosten erstellen. Zweitens unterscheiden sich die Abrechnungseinheiten: Octoparse und Apify rechnen pro Datensatz, Bright Data dagegen pro Seitenaufruf (Page Load). Da eine Ergebnisseite mehrere Einträge oder eine Detailseite nur einen Eintrag enthalten kann, ist eine Abrechnung pro Datensatz für die Kosten pro Lead meist leichter zu kalkulieren.
Rechtliches: DSGVO, UWG & Datenherkunft
Das Extrahieren öffentlich zugänglicher Firmendaten ist das eine, ihre Nutzung für den Vertrieb das andere. In Deutschland greifen dabei zwei getrennte Regelwerke, die man auseinanderhalten sollte. Ausführlicher gehen wir darauf in unseren Beiträgen Ist Web Scraping in Deutschland legal? und DSGVO beim Web Scraping ein.
Erste Stufe: DSGVO (Erheben und Speichern)
Sobald Sie personenbezogene Daten verarbeiten, gilt die DSGVO. Wichtig ist eine Unterscheidung: Allgemeine Firmendaten wie eine Telefonzentrale oder eine Funktionsadresse (info@firma.de) sind unkritischer, während ein persönlicher Name, eine Direktdurchwahl oder eine personenbezogene Adresse (max.mustermann@firma.de) strenger geschützt sind. Als Rechtsgrundlage kommt für die B2B-Neukundengewinnung häufig das berechtigte Interesse nach Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO in Betracht, allerdings erst nach einer dokumentierten Interessenabwägung.
Zweite Stufe: UWG § 7 (Kontaktaufnahme)
Selbst wenn Sie die Daten rechtmäßig erhoben haben, regelt das UWG, wie Sie Kontakt aufnehmen dürfen. § 7 Abs. 1 UWG hält fest: „Eine geschäftliche Handlung, durch die ein Marktteilnehmer in unzumutbarer Weise belästigt wird, ist unzulässig.” Für E-Mail-Werbung gilt das nach § 7 Abs. 2 als gegeben, sofern keine „vorherige ausdrückliche Einwilligung des Adressaten vorliegt”, und zwar auch im B2B-Bereich. Kalte Werbe-E-Mails ohne Einwilligung sind daher grundsätzlich abmahnfähig. Telefonische Kaltakquise ist im B2B nur bei mutmaßlicher Einwilligung zulässig, also wenn Ihr Angebot einen sachlichen Bezug zur Tätigkeit des Unternehmens hat. Am rechtssichersten ist die Ansprache per Post.
Ihr Vorteil bei selbst erhobenen Daten: die Datenherkunft
Hier zahlt sich das eigene Scraping aus. Nach Art. 14 DSGVO müssen Sie betroffene Personen informieren, wenn Sie Daten nicht bei ihnen selbst erhoben haben, unter anderem darüber, „aus welcher Quelle die personenbezogenen Daten stammen”, und das „längstens jedoch innerhalb eines Monats”. Gekaufte Adresslisten können diese Herkunft oft nur pauschal angeben. Bei selbst erhobenen Daten liefert Octoparse dagegen zu jedem Datensatz die Quell-URL und den Erhebungszeitpunkt (das Feld Scrapen_Zeit) automatisch mit: eine datensatzgenaue Herkunftsdokumentation, genau wie Art. 14 sie verlangt. Was das für Ihre Entscheidung bedeutet, vertiefen wir in Firmenadressen kaufen oder selbst erheben? Was DSGVO Art. 14 bedeutet.
Was Sie beim Scraping selbst beachten sollten
Beachten Sie die Nutzungsbedingungen und die robots.txt der Gelben Seiten und beschränken Sie sich auf öffentlich zugängliche Daten in maßvollem Umfang und Tempo. Das systematische Auslesen wesentlicher Teile einer Datenbank kann zudem das Datenbankherstellerrecht (§ 87a UrhG) berühren.
Dieser Abschnitt ist eine allgemeine Einordnung und keine Rechtsberatung. Im Zweifel sollten Sie die konkrete Nutzung rechtlich prüfen lassen.
Scraping, Adresskauf oder offizielle Quelle?
Die Gelben Seiten selbst zu scrapen ist nicht der einzige Weg zu Firmendaten. Fertige Adresslisten von Anbietern wie AdressMonster liefern Daten schnell, und für manche Zwecke gibt es offizielle Quellen wie das Handelsregister. Jeder Weg hat seine Berechtigung: Gekaufte Listen sparen den Aufwand des Sammelns, offizielle Register sind rechtlich sauber.
Der Punkt, an dem sich das Selbst-Erheben lohnt, ist genau dieser: Octoparse ist kein klassisches Lead-Tool mit eigener Datenbank, sondern ein Web-Scraper, mit dem Sie Daten aus spezifischen Nischen-Verzeichnissen ziehen, für die es keine fertige Liste gibt. Sie erhalten genau die Zielgruppe, die Sie selbst definieren, auf dem heutigen Stand und mit einer datensatzgenauen Herkunft.
Welcher Weg der richtige ist, hängt von Ihrem Ziel ab. Einen ausführlichen Vergleich von Kaufen und Selbst-Erheben finden Sie in Firmenadressen kaufen oder selbst erheben?; welche Tools sich zum Scraping der Gelben Seiten eignen, zeigt unser Tool-Vergleich.
Loslegen: Vorlage wählen und starten
Alle vier Gelbe-Seiten-Vorlagen sind sofort einsatzbereit. Die lokalen Vorlagen laufen kostenlos auf Ihrem Rechner, für Cloud-Läufe und Automatisierung genügt eine kostenlose Testversion. Bei großen oder wiederkehrenden Listen spielt die Desktop-App mit geplanten Läufen und automatischem Export ihre Stärken aus.
Laden Sie Octoparse für Windows oder Mac, wählen Sie eine der Gelbe-Seiten-Vorlagen und erstellen Sie Ihre erste Firmenliste in wenigen Minuten.
→ Octoparse 14-Tage kostenlos ausprobieren
Sie möchten andere Felder oder eine andere Website abgreifen? Mit dem visuellen Editor von Octoparse bauen Sie per Zeigen und Klicken auch eigene Scraper, ganz ohne Code.
Konvertiere Website-Daten direkt in Excel, CSV, Google Sheets und Ihre Datenbank.
Scrape Daten einfach mit Auto-Dedektion, ganz ohne Coding.
Scraping-Vorlagen für beliebte Websites, um Daten mit wenigen Klicks zu erhalten.
Mit IP-Proxys und fortschrittlicher API wird nie blockiert.
Cloud-Dienst zur Planung von Datenabfragen zu jedem gewünschten Zeitpunkt.
FAQ
Ist das Scraping der Gelben Seiten legal?
Das Extrahieren öffentlich zugänglicher Daten ist in der Regel zulässig, solange Sie die Nutzungsbedingungen beachten und die Server nicht überlasten. Entscheidend ist die spätere Nutzung: Für Werbung per E-Mail brauchen Sie nach § 7 UWG eine vorherige ausdrückliche Einwilligung, auch im B2B. Mehr dazu im Abschnitt Rechtliches.
Bekomme ich auch E-Mail-Adressen?
Ja, sofern das Unternehmen eine E-Mail hinterlegt hat. E-Mails stehen meist erst auf der Detailseite. Am zuverlässigsten liefert sie der Details Scraper oder die Zwei-Stufen-Methode, die die Detailseite jedes Eintrags ausliest.
Was ist ein KI-gestützter Gelbe-Seiten-Scraper?
Damit ist gemeint, dass Sie die Extraktion nicht mehr manuell konfigurieren, sondern per KI steuern. Über MCP löst ein Assistent wie Claude oder ChatGPT die passende Vorlage in normaler Sprache aus und bereitet die Ergebnisse gleich auf.
Gibt es eine kostenlose Möglichkeit?
Ja. Die lokalen Vorlagen laufen kostenlos auf Ihrem Rechner. Für Cloud-Läufe und Automatisierung steht eine kostenlose Testversion bereit.
Wie viele Einträge kann ich auf einmal sammeln?
Die Cloud-Vorlagen verarbeiten pro Aufgabe bis zu 10.000 Stichwortpaare beziehungsweise Listing-URLs. Für noch größere oder flächendeckende Projekte teilen Sie die Suche sinnvoll auf, zum Beispiel nach Postleitzahl.



