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Was ist Agentic AI? Agentische KI einfach erklärt

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Agentic AI einfach erklärt: Was agentische KI ist, wie sie sich von Chatbots und generativer KI unterscheidet, mit Beispielen, Zahlen und Grenzen für 2026.

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Agentic AI (auf Deutsch: agentische KI) bezeichnet KI-Systeme, die eigenständig auf ein Ziel hinarbeiten. Ein KI-Agent zerlegt eine Aufgabe selbst in einzelne Schritte, trifft innerhalb vorgegebener Grenzen eigene Entscheidungen und nutzt Werkzeuge wie Suchmaschinen, Datenbanken oder APIs, um zu handeln.

Der Unterschied zu einem Chatbot liegt im Handeln: Ein Chatbot antwortet auf Ihre Frage. Ein Agent plant selbst, welche Schritte nötig sind, und führt sie aus, bis das Ziel erreicht ist.

Was ist Agentic AI? Die Kurzdefinition

Der Begriff Agentic AI setzt sich aus zwei Ideen zusammen: „Agent” und „agentisch” (englisch: agentic). Ein Agent ist ein System, das in einer Umgebung handelt. „Agentisch” beschreibt den Grad an Eigenständigkeit: Wie viel darf das System selbst entscheiden, ohne dass ein Mensch jeden Schritt freigibt?

Ein klassisches Programm folgt festen Regeln: Wenn A eintritt, tue B. Ein KI-Agent bekommt stattdessen ein Ziel und den Freiraum, den Weg dorthin selbst zu bestimmen.

Ein einfaches Beispiel: Sie bitten einen Agenten, „die fünf wichtigsten Wettbewerber in meiner Branche zu recherchieren und in einer Tabelle zusammenzufassen”. Der Agent entscheidet daraufhin selbst, welche Quellen er durchsucht, welche Daten er sammelt und wie er sie ordnet. Sie geben das Ziel vor, nicht die einzelnen Klicks.

Agentic AI vs. Chatbots und generative KI

Der häufigste Irrtum: Agentic AI sei einfach „ein besserer ChatGPT”. Tatsächlich beschreiben die Begriffe unterschiedliche Dinge. Generative KI wie ein klassischer Chatbot erzeugt eine Antwort auf Ihre Eingabe: Sie fragen, das Modell antwortet, und der Vorgang ist beendet. Ein KI-Agent nutzt dasselbe Sprachmodell als Grundlage, ergänzt es aber um drei Fähigkeiten: ein Ziel über mehrere Schritte zu verfolgen, externe Werkzeuge zu bedienen und Zwischenergebnisse zu bewerten, um den nächsten Schritt zu planen.

Dahinter steht ein grundlegender Wechsel: Klassische Software wurde für Determinismus gebaut, also für vorhersagbare, jederzeit reproduzierbare Ergebnisse. Ein Sprachmodell arbeitet anders. Es sagt den plausibelsten nächsten Schritt voraus, statt ein festes Ergebnis zu berechnen. Das macht es flexibel, aber auch weniger vorhersagbar als ein regelbasiertes Programm.

Der Unterschied im Überblick:

MerkmalChatbot / generative KIKI-Agent (Agentic AI)
GrundprinzipReagiert auf EingabenVerfolgt eigenständig ein Ziel
AblaufEine Frage, eine AntwortMehrere Schritte, bis das Ziel erreicht ist
WerkzeugeIn der Regel keineSucht, ruft APIs auf, liest Datenbanken
EntscheidungenTrifft keine, formuliert nurWählt selbst den nächsten Schritt
Beispiel„Schreibe mir eine E-Mail”„Finde passende Leads und bereite den Versand vor”

Kurz gesagt:

Generative KI liefert Inhalte, agentische KI liefert Handlungen. Ein Agent kann eine generative KI enthalten, aber nicht umgekehrt.

Agentisch oder agentic? Ein Wort, zwei Schreibweisen

Im deutschsprachigen Raum kursieren mehrere Schreibweisen für dasselbe Konzept, und das sorgt regelmäßig für Verwirrung. Sie begegnen sowohl dem englischen Begriff „Agentic AI” als auch den eingedeutschten Formen „agentische KI” oder „agentische künstliche Intelligenz”. Gemeint ist in allen Fällen dasselbe: KI, die eigenständig handelt.

Eine feste Regel gibt es (noch) nicht. In der Praxis hat sich Folgendes eingespielt: In Fachtexten und Produktnamen dominiert das englische „Agentic AI”, weil sich der Begriff international durchgesetzt hat. In deutschsprachigen Erklärtexten und Medien finden Sie häufiger „agentische KI”. Für Sie als Leser bedeutet das vor allem eins: Wenn Ihnen „Agentic AI”, „agentische KI” oder „KI-Agenten” begegnen, können Sie die Begriffe als dasselbe Thema behandeln. Unterschiede in der Schreibweise sagen nichts über die Technik dahinter aus.

Wie ein KI-Agent arbeitet: wahrnehmen, planen, handeln

Damit ein KI-Agent ein Ziel eigenständig erreicht, durchläuft er im Kern immer denselben Kreislauf aus vier Phasen. Er nimmt seine Aufgabe und die verfügbaren Informationen wahr, plant die nächsten Schritte, führt eine Handlung aus und prüft anschließend das Ergebnis. Reicht das Ergebnis nicht aus, beginnt der Kreislauf von vorn: Der Agent passt seinen Plan an und versucht es erneut, bis das Ziel erreicht ist oder eine vorgegebene Grenze greift.

Dieser Kreislauf ist der eigentliche Unterschied zu einem Chatbot. Ein Chatbot durchläuft ihn genau einmal. Ein Agent wiederholt ihn so oft wie nötig und korrigiert sich dabei selbst.

Handlungskreislauf eines KI-Agenten: Ziel → Wahrnehmen → Planen → Handeln (Werkzeuge) → Prüfen → (zurück zu Planen)

Die vier Bausteine eines KI-Agenten

Hinter diesem Kreislauf stehen vier Bausteine, die jeder KI-Agent braucht:

1. Ziel (das Wofür). Der Agent bekommt eine Vorgabe in natürlicher Sprache, etwa „recherchiere die Preise der zehn meistverkauften Produkte einer Kategorie”. Das Ziel ersetzt die feste Schritt-für-Schritt-Anweisung eines klassischen Programms.

2. Planung (das Wie). Das Sprachmodell zerlegt das Ziel in Teilschritte und entscheidet ihre Reihenfolge. Bei komplexen Aufgaben plant der Agent nicht alles vorab, sondern passt den nächsten Schritt an das an, was er unterwegs herausfindet.

3. Werkzeuge (die Hände). Ein Sprachmodell allein kann nur Text erzeugen. Erst über Werkzeuge wird aus Denken Handeln: eine Websuche, ein API-Aufruf, eine Datenbankabfrage oder ein Zugriff auf strukturierte Webdaten. Die Qualität eines Agenten hängt unmittelbar davon ab, welche Werkzeuge und welche Daten ihm zur Verfügung stehen.

4. Gedächtnis (der Kontext). Der Agent merkt sich Zwischenergebnisse, damit spätere Schritte auf früheren aufbauen. Ohne Gedächtnis würde er bei jedem Schritt von vorn anfangen.

Das Bindeglied zwischen diesen vier Bausteinen ist die Rückkopplung: Der Agent vergleicht jedes Ergebnis mit seinem Ziel und leitet daraus den nächsten Schritt ab. Genau diese Rückkopplung macht aus einer einmaligen Antwort einen selbstkorrigierenden Kreislauf.

Neu ist der Name, nicht die Idee: die kybernetischen Wurzeln von Agentic AI

So neu der Begriff „Agentic AI” klingt, die zugrunde liegende Idee ist über 70 Jahre alt. 1948 beschrieb der Mathematiker Norbert Wiener in seinem Werk „Cybernetics” die Kybernetik als Lehre von Kommunikation und Regelung: Organismus, Organisation und Maschine folgen denselben Gesetzen aus Rückkopplung und Regelung. Im Zentrum steht der Regelkreis: Ein System nimmt seine Umgebung wahr, handelt, misst das Ergebnis und korrigiert auf dieser Grundlage den nächsten Schritt. [Quelle: Norbert Wiener, „Cybernetics or Control and Communication in the Animal and the Machine", 1948]

Der Handlungskreislauf eines KI-Agenten ist nicht bloß ähnlich, er ist genau dieser Regelkreis. Auch der Begriff „Agent” ist in der KI nicht neu: Ein intelligenter Agent nimmt seine Umgebung über Sensoren wahr und wirkt über Aktoren auf sie ein, so beschreiben es Stuart Russell und Peter Norvig in ihrem Standardwerk zur künstlichen Intelligenz. [Quelle: Russell & Norvig, „Artificial Intelligence: A Modern Approach", 4. Auflage, Pearson, 2020, Kap. 2 „Intelligent Agents"]

Was sich 2026 geändert hat, ist nicht das Konzept, sondern der Antrieb. Früher musste die Planung im Regelkreis, also die Entscheidung über den nächsten Schritt, mühsam mit festen Regeln von Hand programmiert werden. Heute übernehmen große Sprachmodelle diese Planung selbst und flexibel. Der Regelkreis ist derselbe geblieben. Neu ist nur, dass die Planung darin heute zuverlässig genug funktioniert, um ohne fest programmierte Regeln auszukommen.

Warum das mehr ist als eine schöne Analogie

Man könnte den Vergleich mit der Kybernetik für eine nette historische Fußnote halten. Er hat aber eine sehr praktische Folge. Weil ein Agent seinen Regelkreis selbstständig und viele Male durchläuft, stellt sich sofort eine Frage: Wie behält man die Kontrolle, ohne jeden einzelnen Schritt selbst zu prüfen?

Die Antwort, mit der Entwickler heute arbeiten, stammt direkt aus der Kybernetik. Prüft ein Mensch jeden Schritt des Agenten, spricht man vom „Human-in-the-Loop“. Das ist sicher, wird aber zum Flaschenhals, sobald der Agent viele Schritte macht. Die Alternative heißt „Human-on-the-Loop“: Der Mensch steuert eine Ebene höher, legt Ziele, Grenzen und Kontrollpunkte fest und greift nur ein, wenn der Agent sie überschreitet. Das ist exakt die klassische Regelungsidee: nicht jede Bewegung von Hand ausführen, sondern den Regelkreis so einrichten, dass er von allein in die gewünschte Richtung läuft. [Quelle: Thoughtworks, „Cybernetics and the human-on-the-loop in agentic coding"]

Dass dieser Bezug kein Zufall ist, bestätigt auch die aktuelle Forschung, die das Verhalten autonomer Agenten zunehmend mit den Werkzeugen der Kontrolltheorie beschreibt und dafür vom „agentic turn” spricht. [Quelle: Frontiers in Artificial Intelligence, 2025, „From the logic of coordination to goal-directed reasoning: the agentic turn in artificial intelligence", DOI 10.3389/frai.2025.1728738] Für Sie als Leser lautet die eigentliche Lehre daraus: Ein KI-Agent wird nicht dadurch beherrschbar, dass man ihn strenger beaufsichtigt, sondern dadurch, dass man seinen Regelkreis von Anfang an klug einrichtet.

Agentic AI in Zahlen: Wie schnell verbreitet sich die Technologie?

Wie ernst der Trend ist, zeigen die Prognosen der großen Analysehäuser. Das Marktforschungsunternehmen Gartner erwartet, dass bis 2028 rund 33 Prozent aller Unternehmenssoftware agentische KI enthalten werden, gegenüber weniger als einem Prozent im Jahr 2024. Im selben Zeitraum sollen mindestens 15 Prozent der alltäglichen Arbeitsentscheidungen autonom durch KI-Agenten getroffen werden, ausgehend von null Prozent im Jahr 2024. [Quelle: Gartner, Pressemitteilung, 25.06.2025]

Auch aufseiten der Unternehmen ist die Erwartung hoch: Laut dem Work Trend Index 2025 von Microsoft sehen 82 Prozent der Führungskräfte das Jahr als Wendepunkt, an dem sie grundlegend überdenken, wie Arbeit organisiert wird. Die Beratung Deloitte führt Agentic AI in ihren Tech Trends 2026 als eigenständigen Trend, der von einzelnen Assistenten hin zu ganzen Teams zusammenarbeitender Agenten führt. [Quelle: Microsoft Work Trend Index 2025] [Quelle: Deloitte Tech Trends 2026]

Diese Zahlen zeigen die Richtung. Sie sagen aber nichts darüber, wie viele dieser Projekte tatsächlich funktionieren, und genau da lohnt der nüchterne Blick im nächsten Abschnitt.

Wo Agentic AI heute (noch) scheitert

Bei so viel Aufbruchstimmung lohnt der nüchterne Blick. Denn dieselben Analysehäuser, die das Wachstum vorhersagen, warnen auch: Gartner rechnet damit, dass über 40 Prozent aller Agentic-AI-Projekte bis Ende 2027 wieder eingestellt werden, wegen zu hoher Kosten, unklaren Nutzens oder unzureichender Kontrolle über die Risiken. Ein Teil des Hypes ist zudem „Agent Washing”: Gartner schätzt, dass von den Tausenden Anbietern, die sich agentisch nennen, nur etwa 130 wirklich agentische Systeme anbieten. Viele Produkte sind umetikettierte Chatbots oder klassische Automatisierung. [Quelle: Gartner, Pressemitteilung, 25.06.2025]

Hinter den Projektabbrüchen steckt oft ein technisches Grundproblem: Fehler summieren sich über die Schritte. Arbeitet ein Agent pro Einzelschritt mit 95 Prozent Zuverlässigkeit, sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass eine Kette aus zehn Schritten komplett fehlerfrei durchläuft, rechnerisch bereits auf rund 60 Prozent. Je länger die Aufgabe, desto wichtiger wird die Rückkopplung, die solche Fehler früh erkennt und korrigiert. Funktioniert sie nicht, kann ein Agent sich in einer Schleife verfangen oder mit scheinbar plausiblen, aber falschen Ergebnissen weiterarbeiten.

Die praktische Konsequenz: Agentic AI eignet sich heute am besten für Aufgaben mit klarem Ziel, überprüfbaren Zwischenergebnissen und begrenztem Schaden im Fehlerfall. Für unternehmenskritische Prozesse ohne menschliche Kontrollpunkte ist die Technik noch nicht reif.

Selbstkorrigierend heißt nicht selbstbestimmt

Ein KI-Agent, der seinen Regelkreis eigenständig durchläuft, wirkt schnell wie ein System, das sich vollständig selbst steuert. Dieser Eindruck täuscht, und ein einfaches Beispiel zeigt, warum.

Denken Sie an ein Thermostat. Es misst die Temperatur, schaltet die Heizung ein oder aus und gleicht das Ergebnis immer wieder ab: ein klassischer Regelkreis, den man selbstregulierend nennt. Trotzdem entscheidet das Thermostat nie, wie warm es im Raum sein soll. Diese Vorgabe, in der Kybernetik der Sollwert, kommt von außen, vom Menschen. Das Thermostat regelt nur auf ein Ziel hin, das es nicht selbst gesetzt hat.

Ein KI-Agent erbt genau diese Eigenschaft. Er zerlegt Aufgaben selbst, wählt Schritte und korrigiert sich, aber sein Ziel, seine Grenzen und der Maßstab dafür, was ein gutes Ergebnis ist, kommen von außen. Der Agent bestimmt den Weg, nicht das Ziel. Seine Selbstständigkeit betrifft das Wie, nicht das Wofür.

Dazu kommt eine zweite Grenze. Weil ein Sprachmodell im Kern Wahrscheinlichkeiten fortschreibt, also den plausibelsten nächsten Schritt vorhersagt, statt nach festen Regeln ein sicheres Ergebnis zu berechnen, kann es selten allein beurteilen, ob sein eigenes Ergebnis wirklich stimmt. Auch diese Bewertung stützt sich in der Praxis auf äußere Anhaltspunkte: klare Zielvorgaben, geprüfte Datenquellen und definierte Kontrollpunkte.

Beide Grenzen führen zum selben Punkt, und der ist für den praktischen Einsatz entscheidend: Ein Agent ist nur so verlässlich wie der Rahmen und die Daten, die man ihm von außen gibt. Über die Qualität des Ergebnisses entscheidet nicht die Autonomie des Agenten, sondern die Qualität dessen, was man ihm vorgibt.

Damit ein Agent handeln kann, braucht er strukturierte Daten

Aus dem vorigen Abschnitt folgt eine einfache Erkenntnis: Ein Agent ist auf gute Daten angewiesen. Genau hier liegt eine der größten praktischen Hürden. Viele Aufgaben, die ein KI-Agent übernehmen soll, hängen an Informationen aus dem offenen Web: Preise, Angebote, Firmendaten, Bewertungen. Für diesen Bereich hat sich der Begriff „agentic web” eingebürgert, also die Idee, dass Agenten das Web nicht nur lesen, sondern daraus strukturierte, weiterverwendbare Daten gewinnen.

Das ist schwieriger, als es klingt. Ein Sprachmodell kann eine einzelne Webseite zusammenfassen, aber es ist nicht dafür gebaut, große, dynamische Seiten zuverlässig auszulesen, Ergebnislisten über viele Seiten hinweg zu sammeln oder mit Schutzmechanismen umzugehen. Bittet man einen Agenten direkt „hol mir alle Angebote von dieser Plattform”, stößt er schnell an diese Grenzen.

Hier kommen spezialisierte Werkzeuge ins Spiel, die dem Agenten fertige, strukturierte Webdaten liefern. Octoparse lässt sich zum Beispiel über das Model Context Protocol (MCP) direkt an KI-Assistenten wie Claude oder ChatGPT anbinden. Der Agent löst per natürlicher Sprache eine passende Vorlage aus und bekommt die Daten strukturiert als JSON oder CSV zurück, statt selbst zu versuchen, die Seite zu lesen. Wichtig zu wissen: Diese Anbindung nutzt vorbereitete Vorlagen und Cloud-Aufgaben. Sie ersetzt keine beliebige Web-Recherche auf Zuruf, sondern setzt voraus, dass für die jeweilige Plattform eine Vorlage oder Aufgabe existiert.

Wie sich Octoparse Schritt für Schritt an einen KI-Assistenten anbinden lässt und für welche Plattformen das sinnvoll ist, zeigt unser ausführlicher Leitfaden Octoparse für AI Agents.

Agentic AI selbst ausprobieren

Wenn Sie sehen möchten, wie ein KI-Assistent strukturierte Webdaten abruft, statt Seiten mühsam von Hand zu kopieren: Auf unserer MCP-Seite finden Sie die Einrichtung in wenigen Minuten, kompatibel mit Claude, ChatGPT, Cursor und weiteren Assistenten.

→ Octoparse MCP kennenlernen

Ein Beispielworkflow mit Claude Code x Octoparse Gelbe Seiten Vorlage

Fazit: Nicht die Autonomie entscheidet, sondern die Grundlage

Agentic AI ist kein plötzlicher Bruch, sondern die konsequente Fortsetzung einer alten Idee: eines Regelkreises, der wahrnimmt, handelt und sich korrigiert. Neu ist, dass Sprachmodelle diesen Kreislauf heute eigenständig antreiben können. Das eröffnet echte Möglichkeiten, aber es verschiebt auch die entscheidende Frage. Sie lautet nicht mehr „Kann die KI das selbst?”, sondern „Auf welcher Grundlage tut sie es?”.

Denn ein Agent bestimmt den Weg, nicht das Ziel. Seine Ergebnisse sind immer nur so gut wie die Ziele, die Grenzen und die Daten, die ein Mensch ihm vorgibt. Genau darin liegt die eigentliche Entwicklung der nächsten Jahre: Nicht die KI ersetzt die menschliche Urteilskraft, sondern sie verlagert sie. Der Mensch entscheidet weniger über einzelne Handgriffe und mehr über Ziele, Leitplanken und die Qualität der Daten, auf denen alles aufbaut. In einer Welt, in der Agenten das Handeln übernehmen, wird die verlässliche, strukturierte Datengrundlage zum eigentlichen Wettbewerbsvorteil.

Für den Einstieg heißt das konkret: Beginnen Sie mit einer klar umrissenen Aufgabe, deren Ergebnis Sie überprüfen können, und achten Sie von Anfang an darauf, woher die Daten kommen, mit denen Ihr Agent arbeitet.

FAQ

Was bedeutet Agentic AI auf Deutsch?

Agentic AI wird meist mit „agentische KI” übersetzt. Gemeint sind KI-Systeme, die eigenständig ein Ziel verfolgen: Sie planen Schritte, treffen innerhalb vorgegebener Grenzen Entscheidungen und nutzen Werkzeuge, um zu handeln. Die Begriffe „Agentic AI”, „agentische KI” und „KI-Agenten” bezeichnen dasselbe Thema.

Was ist der Unterschied zwischen einem KI-Agenten und einem Chatbot?

Ein Chatbot antwortet auf eine Eingabe und ist danach fertig. Ein KI-Agent verfolgt ein Ziel über mehrere Schritte, nutzt dafür Werkzeuge und prüft seine Zwischenergebnisse selbst. Kurz: Ein Chatbot liefert Inhalte, ein Agent liefert Handlungen.

Was können KI-Agenten heute schon zuverlässig?

Am besten funktionieren Agenten bei Aufgaben mit klarem Ziel und überprüfbaren Zwischenschritten, etwa Recherche, Datensammlung, Terminplanung oder das Vorbereiten von Entwürfen. Bei langen, unternehmenskritischen Prozessen ohne menschliche Kontrollpunkte ist Vorsicht angebracht, weil sich Fehler über viele Schritte summieren können.

Was ist der Unterschied zwischen Agentic AI und klassischer Automatisierung?

Klassische Automatisierung folgt festen Regeln und ist ideal für stabile, wiederkehrende Abläufe. Agentic AI entscheidet situativ und eignet sich für Aufgaben, die Einschätzung erfordern. Welcher Ansatz wann besser passt, erklären wir ausführlich im Beitrag Agentic AI vs. klassische Automatisierung.

Quelle

  1. Gartner, Pressemitteilung: „Gartner Predicts Over 40% of Agentic AI Projects Will Be Canceled by End of 2027″, 25.06.2025 — https://www.gartner.com/en/newsroom/press-releases/2025-06-25-gartner-predicts-over-40-percent-of-agentic-ai-projects-will-be-canceled-by-end-of-2027
  2. Microsoft, „The 2025 Annual Work Trend Index: The Frontier Firm is born”, 2025 — https://blogs.microsoft.com/blog/2025/04/23/the-2025-annual-work-trend-index-the-frontier-firm-is-born/
  3. Deloitte, „Tech Trends 2026: Agentic AI strategy” — https://www.deloitte.com/us/en/insights/topics/technology-management/tech-trends/2026/agentic-ai-strategy.html
  4. Norbert Wiener, „Cybernetics or Control and Communication in the Animal and the Machine”, MIT Press, 1948 — https://direct.mit.edu/books/oa-monograph/4581/
  5. Stuart Russell & Peter Norvig, „Artificial Intelligence: A Modern Approach”, 4. Auflage, Pearson, 2020, Kap. 2 „Intelligent Agents” — https://www.pearson.com/en-us/subject-catalog/p/Russell-Artificial-Intelligence-A-Modern-Approach-4th-Edition/P200000003500
  6. Thoughtworks, „Cybernetics and the human-on-the-loop in agentic coding” — https://www.thoughtworks.com/en-de/insights/blog/generative-ai/cybernetics-and-human-on-the-loop-in-agentic-coding
  7. Frontiers in Artificial Intelligence, 2025, „From the logic of coordination to goal-directed reasoning: the agentic turn in artificial intelligence”, DOI 10.3389/frai.2025.1728738 — https://www.frontiersin.org/journals/artificial-intelligence/articles/10.3389/frai.2025.1728738/full
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