Wie die Midea PortaSplit zum Mangelprodukt wurde
Seit Wochen klettern die Temperaturen in Deutschland auf bis zu 40 °C – und mit ihnen die Verzweiflung all jener, die noch keine Klimaanlage haben. Wer in diesen Tagen nach einer Lösung sucht, stößt früher oder später auf dasselbe Gerät: die Midea PortaSplit. Eine mobile Split-Klimaanlage, die sich ohne Handwerker und ohne Bohren aufstellen lässt, dabei aber mit 3,5 kW Kühlleistung und Energieklasse A++ kühlt wie eine fest installierte Anlage. Für Mieter ist sie damit oft die einzige realistische Option.
Dass das Gerät den TIME Award „Best Invention 2025″ gewonnen hat, wundert niemanden mehr. Was wundert: dass es überhaupt noch irgendjemanden gibt, der eine findet.
Ein Entwickler hat das sichtbar gemacht. Auf braucheklima.de laufen die Live-Bestandsdaten von über 1.100 Baumarktfilialen zusammen – visualisiert auf einer interaktiven Karte. Das Bild, das sie zeigt, ist ernüchternd: fast überall tiefrot. Zum Zeitpunkt dieses Artikels waren gerade mal drei Filialen bundesweit noch mit Ware bestückt. Amazon ausverkauft, Otto ausverkauft, AliExpress nur noch Ersatzfilter. Auf Kleinanzeigen werden Geräte für 350 € pro Woche vermietet – oder zu vierstelligen Kaufpreisen verscherbelt.
Die Lage lockt natürlich auch Betrüger an. Fake-Shops mit KI-generierten Werbeseiten bieten „Mini-Klimaanlagen” für 50 bis 130 € an, die thermodynamisch schlicht nicht funktionieren können. Finger weg.
Die gute Nachricht: Wer nicht manuell sucht, sondern automatisch überwachen lässt, hat die Nase vorn – und das ist einfacher als es klingt.
Schon einen Idealo und Amazon Preisalarm gesetzt? Hier ist das Problem
Bevor wir zur Lösung kommen, kurz zu den Tools, die die meisten zuerst versuchen – und warum sie für diesen Fall nicht ausreichen.
Amazon Preisalarm: Funktioniert gut für Amazon-Angebote. Aber wenn Amazon selbst ausverkauft ist, bekommen Sie keine Benachrichtigung – Sie bekommen gar nichts. Das Tool überwacht Preise, nicht Verfügbarkeit über mehrere Händler hinweg.
Idealo Benachrichtigung / Geizhals Preisalarm: Beide Plattformen aggregieren nur Händler, die ihre Daten aktiv einspeisen. Das klingt nach viel – ist es aber nicht. Kleinanzeigen-Angebote, regionale Baumärkte oder kleinere Online-Shops ohne API-Anbindung tauchen dort schlicht nicht auf. Wer dort einen Preisalarm setzt, überwacht nur einen Teil des Marktes.
CamelCamelCamel: Das bekannteste Preis-Tracking-Tool für Amazon – aber eben ausschließlich für Amazon. Otto.de, Idealo, Bauhaus, Hornbach, eBay – nichts davon wird erfasst. Wer dort einen Preisalarm einrichten will, kann das – aber nur für Amazon-Produkte. Wer eine CamelCamelCamel Alternative sucht, die mehrere europäische Shops gleichzeitig überwacht, findet dort keine Antwort.
Was fehlt: Ein Tool, das aktiv und automatisch mehrere Retailer gleichzeitig nach Lagerbestand und Preis überwacht – und Sie benachrichtigt, wenn sich etwas ändert.
Mit Octoparse zur vollständigen Marktübersicht – Schritt für Schritt
Octoparse ist ein No-Code Web-Scraping-Tool, das genau das leistet, woran klassische Preisalarme scheitern. Es fragt mehrere Shops gleichzeitig in definierten Abständen ab, liest Lagerbestand, Preis und Verfügbarkeitsstatus direkt von der Produktseite aus – und gibt die Ergebnisse strukturiert zurück.
Kein Umweg über Aggregatoren, keine Abhängigkeit davon, ob ein Händler seine Daten irgendwo einspeist. Sie fragen direkt ab, was auf der Seite steht.
Schritt 1: Die richtigen Templates auswählen
Octoparse bietet fertige Templates für die wichtigsten deutschen und europäischen Retailer. Für die Midea PortaSplit empfehlen sich folgende Templates:
Amazon Scraper – Das Arbeitspferd für die Verfügbarkeitsüberwachung. Das Template extrahiert neben Titel, Preis und Bewertungen auch das Feld In_stock, das direkt anzeigt, ob ein Produkt auf Lager ist. Geben Sie „Midea PortaSplit” als Keyword ein, planen Sie regelmäßige Cloud-Läufe – und Sie werden benachrichtigt, sobald sich der Status ändert.

https://www.octoparse.de/template/amazon-product-scraper-by-keywords
eBay Produkt Listing/ eBay Details Scraper – Besonders nützlich, um Wiederverkaufspreise zu beobachten. Da eBay derzeit die einzige Plattform ist, auf der noch Geräte auftauchen, hilft dieses Template dabei, überteuerte Angebote von fairen Preisen zu unterscheiden – und Betrugsangebote frühzeitig zu erkennen.
https://www.octoparse.de/template/ebay-produkt-listing-scraper
https://www.octoparse.de/template/ebay-produkt-details-scraper
Otto.de Product Liste Scraper – Otto gehört zu den wenigen Händlern, die die PortaSplit regulär im Sortiment führen. Das Template liest Produkttitel, Preis, Lieferstatus und Bewertungsanzahl direkt von der Suchergebnisseite aus. Ideal, um den Moment zu erwischen, wenn neue Ware eingestellt wird, bevor sie wieder vergriffen ist.
https://www.octoparse.de/template/otto-scraper-produkt-liste
Idealo Preisvergleich Scraper – Unser meistgenutztes Template für Preismonitoring in Deutschland, und das aus gutem Grund. Statt einen einzelnen Shop abzufragen, liest es für eine Produkt-URL sämtliche Händlerangebote auf Idealo gleichzeitig aus – inklusive Preis, Versandkosten, Lieferzeit, Zahlungsweise und Shopbewertung. Für die PortaSplit bedeutet das: Sobald irgendein Händler auf Idealo Ware einlistet, sehen Sie es sofort – mit allen relevanten Details auf einen Blick.
https://www.octoparse.de/template/idealo-preisvergleich-scraper
Google Shopping Price Monitor – Die breiteste Abdeckung von allen. Das Template überwacht per Keyword oder URL mehrere Retailer gleichzeitig über Google Shopping – auch Shops, die nicht auf Idealo oder Amazon gelistet sind. Wer wirklich sichergehen will, nichts zu verpassen, kombiniert dieses Template mit dem Idealo Scraper.
https://www.octoparse.de/template/google-shopping-preisvergleich-nach-schluesselwort
Hinweis zu den Templates:
Alle genannten Templates können kostenlos genutzt und ausgeführt werden – der Datenexport ist jedoch kostenpflichtigen Abonnenten vorbehalten. Das hat einen einfachen Grund: E-Commerce-Websites ändern ihre Struktur regelmäßig, und jede Änderung erfordert eine Anpassung des Templates. Als Abonnent erhalten Sie nicht nur unbegrenzten Datenexport, sondern auch dauerhaft gewartete Templates, die zuverlässig funktionieren – auch wenn sich Amazon, Otto oder Idealo mal wieder umstylen. Wer das erst ausprobieren möchte, kann mit der kostenlosen Testversion starten und alle Features 14 Tage lang uneingeschränkt nutzen.
Schritt 2: Template konfigurieren (am Beispiel Amazon)
Öffnen Sie den https://www.octoparse.de/template/amazon-product-scraper-by-keywords und konfigurieren Sie folgende Parameter:
- Site: Wählen Sie „Deutschland” aus dem Dropdown – das Template unterstützt mehrere Amazon-Länderversionen
- Confirm your site: Bestätigen Sie die Auswahl
- Keywords: Geben Sie „Midea PortaSplit” ein – bis zu 100.000 Keywords pro Durchlauf sind möglich, für unseren Zweck reicht ein Begriff
- Number of Pages to Scrape: Passen Sie die Anzahl je nach Bedarf an.
- Aufgabeneinstellungen: Vergeben Sie einen Aufgabennamen, z. B. „PortaSplit Monitoring”. Für automatische, geplante Läufe empfiehlt sich die Desktop-App – dort lassen sich Cloud-Aufgaben einrichten, die in regelmäßigen Abständen automatisch ausgeführt werden.

In den Ergebnissen zeigt das Feld Delivery_raw den Lieferstatus – ist es befüllt, ist das Produkt grundsätzlich bestellbar. Leere Felder oder Einträge wie „This item cannot be displayed” weisen auf nicht verfügbare Produkte hin. Richten Sie eine E-Mail-Benachrichtigung ein, die Sie automatisch informiert, sobald sich der Status ändert.
Schritt 3: Mehrere Shops parallel überwachen – der eigentliche Vorteil
Hier liegt der entscheidende Unterschied zu klassischen Preisalarmen: Octoparse überwacht gleichzeitig direkte Händlerseiten und Preisvergleichsplattformen – zwei Informationsebenen auf einmal.
Direkte Quellen wie Amazon, Otto und eBay werden ungefiltert abgefragt, ohne Umweg über Drittplattformen. Sie sehen Verfügbarkeit und Preis in dem Moment, in dem der Händler sie aktualisiert.
Aggregierte Quellen wie Idealo und Google Shopping zeigen zusätzlich, was mehrere Händler gleichzeitig anbieten – inklusive Versandkosten und Lieferzeit. So sehen Sie sofort, wer am günstigsten ist.
Wer beide Ebenen kombiniert, hat die vollständigste Marktübersicht – und ist schneller als jeder, der nur einen einzigen Preisalarm gesetzt hat.
Von der PortaSplit zur universellen Einkaufsstrategie
Wer mehr aus den Daten herausholen möchte, hat mehrere Möglichkeiten. Als CSV-Export lassen sich die Ergebnisse direkt in Excel oder Google Sheets weiterverarbeiten – praktisch, um Preisentwicklungen über Zeit zu verfolgen und den richtigen Kaufzeitpunkt zu erkennen. Wer die Daten in ein bestehendes System einbinden möchte, kann per Webhook automatisch Folgeaktionen auslösen: eine Slack-Nachricht, ein Eintrag in eine Datenbank oder eine Push-Benachrichtigung aufs Handy.
Und wer einmal ein funktionierendes Monitoring-Setup hat, merkt schnell: Die Infrastruktur lässt sich für jedes andere knappe oder stark nachgefragte Produkt wiederverwenden. Nicht nur für die PortaSplit, nicht nur in diesem Sommer.
Für Fortgeschrittene: Shops ohne Template überwachen
Die Templates decken die gängigsten Händler ab. Für Shops wie Bauhaus, Hornbach oder regionale Anbieter ohne fertiges Template bietet Octoparse die Möglichkeit, eigene Aufgaben zu erstellen – ohne Programmierkenntnisse, per visuellem Editor in der Desktop-App. Ein weiterer Vorteil: Bei selbst definierten Aufgaben sind sowohl Datenerfassung als auch Export kostenlos. Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung dazu finden Sie im Octoparse Hilfezentrum.
[→ Desktop-App kostenlos herunterladen]
Der blinde Fleck jedes Preisalarms – und wie Octoparse ihn schließt
Wer den PortaSplit-Lagerbestand im Blick behalten möchte, stößt schnell an die Grenzen klassischer Preisalarme. Die Octoparse Lösung basiert auf Web Scraping – klingt kompliziert, ist es aber nicht. Im Kern bedeutet es: Ein Tool ruft automatisch eine Webseite ab und liest genau die Informationen aus, die Sie brauchen – Preis, Verfügbarkeit, Lieferstatus. Ohne dass Sie manuell nachschauen müssen. Der Unterschied zu klassischen Preisvergleichsplattformen:
| Idealo / Geizhals | Octoparse | |
|---|---|---|
| Welche Shops | Nur Partner-Händler | Jede öffentliche Produktseite |
| Verfügbarkeit tracken | Begrenzt | Ja |
| Mehrere Shops parallel | Ja, aber vorgegeben | Ja, frei konfigurierbar |
| Eigene Daten exportieren | Nein | Ja (CSV, Sheets, Webhook) |
| Kleinanzeigen / regionale Shops | Nein | Ja |
Für einen einzelnen Kauf mag das nach Aufwand klingen. Sie wollen eine Klimaanlage, kein Datenprodukt. Aber wer regelmäßig knappe oder stark nachgefragte Produkte kauft, oder wer beruflich Marktpreise beobachtet, wird schnell merken: Ein eigenes Monitoring-Setup ist dauerhaft nützlicher als jeder Preisalarm.
Noch keine PortaSplit bekommen? Die Alternativen
Falls Sie nicht warten können oder wollen:
Monoblock-Klimaanlage mit Zwei-Schlauch-Umbau: Weniger effizient als die PortaSplit, aber deutlich besser verfügbar. Mit einem zweiten Schlauch (für die Zuluft) reduzieren Sie den Unterdruckeffekt, der bei Monoblock-Anlagen die Effizienz senkt.
Andere mobile Split-Systeme: Der Markt für mobile Split-Klimaanlagen ist seit dem PortaSplit-Hype gewachsen. Es lohnt sich, aktuelle Alternativen zu vergleichen. Octoparse-Nutzer können dafür den Google Shopping Price Monitor mit dem Keyword „mobile Split-Klimaanlage” laufen lassen.
Antizyklisch kaufen: Die wichtigste Lektion aus diesem Sommer. Wer im September oder Oktober kauft, zahlt Normalpreis (ca. 800 €) und findet überall Ware. Wer im Juli kauft, zahlt das Doppelte – wenn er überhaupt eins findet. Richten Sie sich jetzt ein Monitoring ein, und kaufen Sie, wenn die Nachfrage nachlässt.
Fazit: Nicht suchen, überwachen lassen
Die Midea PortaSplit ist kein Einzelfall. Jeder Sommer bringt sein Mangelprodukt – mal eine Klimaanlage, mal eine Grafikkarte, mal Schnelltests. Das Muster ist immer dasselbe: hohe Nachfrage, knappes Angebot, viele Händler, keine zentrale Übersicht. Wer in solchen Momenten gewinnt, ist nicht derjenige mit dem meisten Glück, sondern derjenige mit dem besseren System.
Der Aufwand dafür ist überschaubar. Die Octoparse Templates für Amazon, Otto, eBay und Idealo sind in wenigen Minuten eingerichtet – danach läuft das Monitoring im Hintergrund, und Sie werden benachrichtigt, sobald sich etwas ändert. Kein manuelles Nachschauen, kein verpasstes Angebot.
Wer die PortaSplit diesen Sommer noch findet, wird vermutlich nicht der sein, der am häufigsten refresht hat. Sondern der, der aufgehört hat zu suchen – und stattdessen überwachen lässt.
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