Kurz gesagt
Für die meisten B2B-Teams ohne eigene Entwickler ist Octoparse die praktischste Wahl. Die Google-Maps-Scraper liefern weit mehr als nur Adressen: Firmenname, Telefonnummer und Website als Basis, dazu wahlweise E-Mail-Adressen und Social-Media-Profile über die Email-Finder-Scraper oder den vollständigen Text einzelner Bewertungen über die Bewertungen-Scraper, mehrere Tausend Unternehmen in einem Lauf, alles in der Cloud mit Zeitplan und Export direkt nach Excel oder CSV, ganz ohne eigenen Code. Wer dagegen bereits eigene Scraping-Skripte pflegt und selbst festlegen will, welche Proxys verwendet werden und wie die Extraktion im Detail abläuft, findet bei Apify oder Bright Data die passenden Bausteine dafür. Wer nur die offiziellen, aber eingeschränkten Basisdaten braucht, nutzt die Google Places API direkt.
Die folgende Tabelle vergleicht alle 8 getesteten Google-Maps-Crawler nach Einrichtungsaufwand, Preis und Datenumfang.
Google Maps Scraper im Vergleich
| Tool | Preis (Stand 09/2026) | Setup | Besonderheit |
|---|---|---|---|
| Octoparse | 0,50 $/1.000 Zeilen (Email Finder), ab Standard-Tarif | Keine Einrichtung, vorgefertigte Vorlage | E-Mail, Social-Media-Profile und Bewertungen über separate Vorlagen abdeckbar |
| Outscraper | Nutzungsbasiert; E-Mails über Zusatzservice | Keine Einrichtung, API oder No-Code-Interface | Enrichment-Add-ons für zusätzliche Kontaktdaten |
| Apify | Marktplatz mit stark schwankenden Preisen, von 0,40 $ bis 150 $ pro 1.000 Ergebnisse je nach gewähltem Actor | No-Code-Oberfläche, aber Actor-Auswahl erfordert Einarbeitung | Dutzende community-gepflegte Google-Maps-Actors zur Auswahl |
| Google Places API | Gestaffelt nach SKU (Basic/Contact/Atmosphere), ca. 32 bis 40 $ pro 1.000 Anfragen | Entwickler-API, eigene Programmierung nötig | Offizielle Google-Quelle, aber kein E-Mail-Feld |
| Bright Data | Ab 1,50 $/1.000 Datensätze (API), Scale-Tarif ab 499 $/Monat | Entwickler-API oder fertige Datasets | Infrastruktur-Fokus, eher für größere Teams mit eigenem Budget |
| Python (Scrapy o. Ä.) | Kostenlos (eigener Server-/Proxy-Aufwand) | Programmierkenntnisse erforderlich | Volle Kontrolle über Extraktionslogik |
| Open-Source (z. B. gosom/google-maps-scraper) | Kostenlos | Technische Grundkenntnisse, eigenes Hosting | Community-Wartung schwankt, kein Support |
| Web Scraper (Chrome-Erweiterung) | Kostenlos, kostenpflichtige Version verfügbar | Point-and-Click, keine Programmierung | Bei komplexen, mehrseitigen Ergebnislisten eingeschränkt |
1. Octoparse (unser Favorit)
Octoparse deckt mit seiner Google-Maps-Vorlagenfamilie den gesamten Bedarf ab: Die kostenlose Grundvorlage „Listenseiten nach Schlüsselwort” liefert Firmenname, Adresse, Telefonnummer und Website für eine ganze Branche in einer Stadt.
https://www.octoparse.de/template/google-maps-scraper-listing-page-by-keyword
Die Vorlage „Google Maps Email Finder” (0,50 $/1.000 Zeilen, ab Standard-Tarif) übernimmt Suche und E-Mail-Zuordnung in einem Durchgang, inklusive Social-Media-Profilen.
https://www.octoparse.de/template/google-maps-contact-scraper
Für den vollständigen Text einzelner Bewertungen kommt der Google Maps Bewertungen Scraper zum Einsatz, und der lässt sich direkt mit der ersten Vorlage verketten: Über die Option „Aus Aufgabe importieren” übernimmt er die Detail_URLs aus einem vorherigen Lauf automatisch, ohne dass Sie einen einzigen Link von Hand kopieren müssen.
https://www.octoparse.de/template/google-maps-review-scraper
Alles läuft ohne eigenen Code, wahlweise lokal oder in der Cloud mit Zeitplan, und lässt sich über MCP auch per KI-Assistent starten.
Ideal für: B2B-Teams ohne eigene Entwickler, die von der ersten Adressliste bis zur vollständigen Kontaktdatenbank alles mit einem Werkzeug abdecken wollen.
2. Outscraper
Outscraper liefert die Kernfelder (Adresse, Telefon, Website, Bewertung) direkt, E-Mail-Adressen und weitere Kontaktdaten lassen sich über den Zusatzservice „Emails & Contacts Scraper” dazuschalten. Die Abrechnung erfolgt nutzungsbasiert, ohne festen Tarif.
Ideal für: Teams, die über eine API arbeiten und Enrichment-Schritte flexibel einzeln zuschalten möchten.
3. Apify
Apify ist kein einzelnes Tool, sondern ein Marktplatz mit Dutzenden community-gepflegten Google-Maps-Actors, entsprechend schwankt der Preis stark je nach gewähltem Actor. Wie sich Apify im direkten Vergleich zu Octoparse schlägt, inklusive Einrichtungsaufwand und realer Testergebnisse, zeigt der ausführliche Vergleich Apify vs. Octoparse: Google Maps Scraper im Vergleich.
Ideal für: Entwicklerteams, die bereits mit der Apify-Plattform arbeiten und gezielt einen einzelnen Actor in eine bestehende Pipeline einbinden.
4. Google Places API
Die offizielle Schnittstelle von Google berechnet nach SKU-Stufen (Basic, Contact, Atmosphere) mit gestaffelten Preisen pro 1.000 Anfragen. Ein E-Mail-Feld gibt es laut offizieller Feldliste nicht, auch die Kontaktdaten-Stufe liefert nur Telefonnummer und Öffnungszeiten.
Ideal für: Entwicklerteams, die eine rechtlich unproblematische, offizielle Datenquelle brauchen und mit den eingeschränkten Feldern auskommen.
5. Bright Data
Bright Data positioniert sich als Infrastruktur-Anbieter: Neben einer Web-Scraping-API (ab 1,50 $/1.000 Datensätze) gibt es fertige Datasets sowie einen Proxy-Dienst. Ab einem Scale-Tarif von 499 $/Monat richtet sich das Angebot spürbar an größere Teams mit entsprechendem Budget.
Ideal für: Unternehmen, die bereits im großen Stil scrapen und eine belastbare Proxy-Infrastruktur mit Support brauchen.
6. Python (Scrapy, BeautifulSoup und Co.)
Mit Python-Bibliotheken wie Scrapy lässt sich die Extraktionslogik vollständig selbst bestimmen, von der Seitenstruktur bis zur Fehlerbehandlung. Der Aufwand für Wartung, Proxy-Verwaltung und CAPTCHA-Umgehung liegt dabei komplett beim eigenen Team.
Ideal für: Entwickler mit Zeit und Erfahrung, die eine hochgradig individuelle Lösung ohne Lizenzkosten bauen wollen.
7. Open-Source-Projekte (z. B. gosom/google-maps-scraper)
Kostenlose GitHub-Projekte wie gosom/google-maps-scraper extrahieren Name, Adresse, Telefonnummer, Website, Bewertung und teils E-Mail-Adressen. Die Pflegequalität schwankt jedoch von Projekt zu Projekt, offiziellen Support gibt es nicht.
Ideal für: Technisch versierte Nutzer, die kein Budget haben und mit gelegentlichen Wartungsaufwänden leben können.
8. Web Scraper (Chrome-Erweiterung)
Die Browsererweiterung Web Scraper funktioniert per Point-and-Click ohne Programmierung, stößt aber bei mehrseitigen, dynamisch nachladenden Ergebnislisten schnell an Grenzen.
Ideal für: Einmalige, kleine Abfragen direkt im Browser, ohne Vorlage oder Konto.
Die 120-Ergebnisse-Grenze pro Suche
Egal welches Tool Sie wählen:
Eine einzelne Google-Maps-Suche liefert maximal 120 Treffer, unabhängig davon, wie viele Unternehmen tatsächlich existieren. Für die eingangs erwähnten mehreren Tausend Unternehmen teilen Sie die Suche einfach nach Stadt oder Postleitzahl auf, sodass jede einzelne Abfrage unter dieser Grenze bleibt, und führen die Teillisten anschließend zusammen. Wie das konkret mit Duplikat-Bereinigung über die Google Place ID funktioniert, zeigt der Beitrag Google Maps Scraper: Firmenlisten nach Branche und Stadt erstellen, wie sich diese Aufteilung zusätzlich als automatisiertes Raster über ein ganzes Zielgebiet legen lässt, der Vergleich Apify vs. Octoparse.
Mit MCP: Vorlagen per KI-Assistent starten
Alle Octoparse-Vorlagen in diesem Vergleich lassen sich auch über MCP ansteuern: Ein KI-Assistent wie Claude oder ChatGPT startet über eine natürlichsprachliche Anfrage die passende Cloud-Vorlage, wählt sie eigenständig aus und liefert am Ende eine Vorschau plus Download. Wie das im Detail funktioniert, inklusive Verbindungsaufbau in rund 5 Minuten und einem realen Testlauf, zeigt der Beitrag Google Maps Scraper: Firmenlisten nach Branche und Stadt erstellen.

Ist das rechtlich zulässig?
Öffentlich sichtbare Geschäftsdaten wie Firmenname, Adresse und die im Impressum veröffentlichte E-Mail-Adresse dürfen grundsätzlich auf Basis eines berechtigten Interesses nach Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO verarbeitet werden. Für die anschließende Kontaktaufnahme per E-Mail gelten zusätzlich die engeren Grenzen aus § 7 UWG.
Zu beachten ist außerdem: Googles eigene Nutzungsbedingungen erlauben die Verwendung von über die Maps-Plattform bezogenen Daten grundsätzlich nur innerhalb von Google-Maps-bezogenen Diensten, nicht als eigenständige, dauerhaft gespeicherte Datenbank für Drittzwecke. Wer Daten systematisch für Vertrieb oder Marketing außerhalb der Plattform nutzen möchte, sollte sich dieser Einschränkung bewusst sein, unabhängig davon, welches der hier verglichenen Tools zum Einsatz kommt.
Fazit
Bei der Wahl zwischen diesen 8 Tools entscheidet meist eine einzige Frage: Brauchen Sie nur Google-Maps-Daten, oder eine vollständige, dauerhaft gepflegte Kontaktdatenbank? Für reine Maps-Extraktion sind Apify, Outscraper oder Bright Data solide Optionen, alle drei bleiben aber isolierte Werkzeuge, die nach dem Export enden.
Octoparse geht einen entscheidenden Schritt weiter: Jedes Feld ist von Anfang an auf eine konkrete Geschäftsentscheidung gemünzt, nicht nur auf Rohdaten. Eine fehlende Website markiert einen Kunden für Ihr Webdesign-Angebot, eine niedrige Bewertungsanzahl signalisiert Budget für Marketingunterstützung, eine Öffnungszeiten-Tabelle plant automatisch die beste Anrufzeit. Aus derselben Grundlage lassen sich Firmenname und Website nahtlos in die Vorlagen für Gelbe Seiten und Das Telefonbuch, ins Impressum für den Ansprechpartner, und ins Handelsregister für die offizielle Registernummer weiterverarbeiten, alles mit denselben Zwischenergebnissen als Eingabe. Keiner der internationalen Anbieter in diesem Vergleich bildet diese deutschen Datenquellen ab. Wie sich diese Kette im Detail aufbauen lässt, zeigt der Beitrag Von Google Maps zur Kontaktliste.
Dabei bleibt es nicht bei einem einmaligen Export: Jede Vorlage läuft wahlweise in der Cloud mit festem Zeitplan, stündlich, täglich, wöchentlich oder monatlich, sodass neu hinzugekommene Unternehmen automatisch nachgetragen werden, ohne dass Sie die Suche von Hand wiederholen. Diese Vorlagen sind zudem Teil einer Bibliothek von Hunderten vorgefertigten Templates für die gängigsten Websites, die laufend aktualisiert wird, allein die hier verglichene Google-Maps-Email-Finder-Vorlage zuletzt im August 2026.
Die Zukunft der Datenbeschaffung gehört nicht mehr allein den Menschen, die auf „Starten” klicken, sondern den KI-Agenten, die selbstständig entscheiden, wann und was sie brauchen. Octoparse ist genau auf diese Zukunft ausgerichtet: Über die AI Open Platform teilen sich Web-Oberfläche, API, CLI und MCP denselben Zugang, jeder Agent, jedes System, jeder Workflow kann direkt andocken. Der nächste Schritt geht dabei über das reine Ansteuern vorgefertigter Vorlagen hinaus: Die Extraktion selbst wird zunehmend agentisch, ein System, das nicht nur ausführt, was Sie ihm sagen, sondern eigenständig erkennt, was auf einer Seite zu holen ist, und sich anpasst, wenn sich diese Seite ändert. Octoparse baut in genau diese Richtung: nicht nur ein Werkzeug zum Scrapen von Google Maps, sondern die Datenschicht für die nächste Generation agentischer, automatisierter Geschäftsprozesse.
FAQ
Wie kann man Google Maps scrapen, ohne selbst zu programmieren?
Für eine Handvoll Websites reicht der kostenlose Web Scraper als Browsererweiterung. Für eine vollständige Liste nach Branche und Stadt übernimmt die Octoparse-Vorlage Suche und Extraktion komplett, Sie geben nur Suchbegriff, Ort und Seitenzahl ein.
Welches Tool eignet sich für den Einstieg ohne Vorwissen?
Octoparse und die Web-Scraper-Browsererweiterung erfordern beide keine Programmierkenntnisse. Der Unterschied liegt im Umfang: Die Erweiterung eignet sich für einzelne, kleine Abfragen direkt im Browser, die Octoparse-Vorlagen für vollständige, wiederholbare Listen im großen Maßstab.
Bekomme ich mit einem dieser Tools auch den Namen des Ansprechpartners?
Nein, keines der acht verglichenen Tools liefert diesen direkt, da Google Maps als Datenquelle dieses Feld grundsätzlich nicht führt. Der Name lässt sich stattdessen über das Impressum der Unternehmenswebsite oder das Handelsregister ergänzen, mehr dazu im Beitrag Von Google Maps zur Kontaktliste.
Was kostet es, mehrere Tausend Unternehmen zu erfassen?
Das hängt vom Tool ab: Bei Octoparse liegen die Kosten bei 0,50 $ pro 1.000 Zeilen (Email Finder), bei Apify schwankt der Preis je nach Actor zwischen 0,40 $ und 150 $ pro 1.000 Ergebnisse, bei Bright Data ab 1,50 $ pro 1.000 Datensätzen. Die Vergleichstabelle oben zeigt alle acht Tools im Detail.
Liefern alle Tools dieselben Ergebnisse?
Nein. Die Basisfelder wie Name, Adresse und Telefonnummer stammen bei allen Tools aus derselben Google-Maps-Quelle und sind entsprechend ähnlich. Bei zusätzlichen Feldern wie E-Mail-Adressen unterscheiden sich die Ergebnisse jedoch, weil jedes Tool die verlinkte Website unterschiedlich gründlich durchsucht.
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