Das Örtliche Scraper: So kommen Sie an die Daten
Das Örtliche liefert Firmenname, Branche, Adresse und Telefonnummer für Unternehmen in ganz Deutschland, durchsuchbar nach Stichwort und Ort. Statt jeden Eintrag manuell zu kopieren, lässt sich die Liste automatisiert extrahieren. Welche Methode passt, hängt vom Umfang ab:
| Anwendungsfall | Empfohlene Methode |
|---|---|
| Eine einzelne Firma nachschlagen | Manuelle Suche auf dasoertliche.de |
| Regionale Liste über mehrere Städte oder Branchen | Das Örtliche Lead Scraper (kostenlose Vorlage) |
| Zusätzliche Felder wie Ansprechpartner oder Social-Media-Profile | Contact Details Scraper |
| Direkt aus einem KI-Agenten heraus abrufen | MCP-Anbindung |
Wofür B2B-Teams Das Örtliche nutzen
Vier Szenarien tauchen in der Praxis am häufigsten auf:
Regionale Kaltakquise-Liste aufbauen. Ein Vertriebsmitarbeiter plant eine Akquise-Runde in einer Stadt oder Region und braucht Firmenname, Branche, Adresse und Telefonnummer aller relevanten Unternehmen. Das Örtliche deckt das mit der Suche nach Stichwort und Ort direkt ab.
Akquisitionsziele für M&A oder Nachfolgeregelung sourcen. Ein Corporate-Development-Team oder eine Beteiligungsgesellschaft sucht in einer bestimmten Branche und Region, etwa Elektroinstallateure im Ruhrgebiet, alle infrage kommenden Unternehmen als erste Longlist, bevor die eigentliche Prüfung beginnt. Aus Das Örtliche lässt sich diese Longlist mit Firmenname, Adresse und Telefonnummer extrahieren, als Ausgangspunkt für eine Recherche, die anschließend meist um Handelsregisterdaten wie Rechtsform, Gründungsjahr oder Geschäftsführer ergänzt wird, siehe dazu unseren Vergleich der North-Data-Alternativen.
Standortwahl und Wettbewerbsdichte prüfen. Eine Filialkette oder ein Franchise-Geber will vor der Eröffnung eines neuen Standorts wissen, wie viele Anbieter einer Branche in der Zielregion, etwa Fitnessstudios in einem bestimmten Stadtteil, bereits aktiv sind und wo es möglicherweise weniger Wettbewerb gibt. Ob sich statt der Eigenerhebung eine gekaufte Adressliste lohnt, zeigt unser Vergleich: Firmenadressen kaufen oder selbst gewinnen.
Lieferanten oder Vertriebspartner in einer Region finden. Ein Einkaufsteam sucht lokale Anbieter einer bestimmten Leistung, etwa Verpackungsbetriebe in einem Umkreis um ein Warenlager, um eine Lieferantenliste für die nächste Ausschreibung aufzubauen. Für industrielle Zulieferer über die regionale Suche hinaus eignet sich ergänzend eine Extraktion aus wlw.de, das gezielt auf B2B-Lieferantendaten ausgelegt ist.
In allen vier Fällen ist Octoparse kein klassisches Lead-Tool mit eigener Datenbank, sondern ein Web-Scraper, der es ermöglicht, Daten aus genau den Nischen-Verzeichnissen wie Das Örtliche zu extrahieren, für die es sonst keine fertige Lösung gibt.
Schritt für Schritt: Firmendaten aus Das Örtliche extrahieren
Die Vorlage Das Örtliche Lead Scraper ist kostenlos nutzbar. So gehen Sie vor:
- Vorlage öffnen. Starten Sie den Octoparse-Client und wählen Sie die Vorlage „Das Örtliche Lead Scraper” aus der Vorlagenbibliothek.
- Suchwort eingeben. Geben Sie eine Branche oder einen Suchbegriff ein, zum Beispiel „Hautarzt”.
- Standorte eingeben. Tragen Sie eine oder mehrere Städte ein, eine pro Zeile, zum Beispiel München, Salzburg und Bamberg. Bis zu 10.000 Standorte sind möglich, auch als Import aus einer Datei.
- Seitenzahl festlegen. Der Parameter „Anzahl der Seiten” (1 bis 100) bestimmt, wie viele Ergebnisseiten pro Standort abgerufen werden. Optional lässt sich der Zugriff über Proxys aktivieren.

- Lokal ausführen. Diese Vorlage unterstützt aktuell nur die lokale Ausführung. Für größere Listen lässt sich der Boost-Modus aktivieren, der die Aufgabe in mehrere Teilaufgaben aufteilt und dadurch die Geschwindigkeit erhöht.

- Exportieren. Die Ergebnisse liegen als Schlüsselwort, Standort, Seite, URL, Name, Branche, Adresse und Telefonnummer vor, exportierbar als Excel, CSV, JSON oder direkt in Google Sheets und gängige Datenbanken.

In einem Testlauf über drei Städte lieferte die Vorlage 84 Einträge in nur wenigen Minuten.

Beispielergebnisse in Excel-Format:

→ Das Örtliche Lead Scraper jetzt kostenlos testen
https://www.octoparse.de/template/das-oetliche-lead-scraper
Zwei Wege für mehr Daten
Das Örtliche Lead Scraper liefert Firmenname, Branche, Adresse und Telefonnummer, aber weder E-Mail-Adressen noch die tatsächliche Firmenwebsite. Je nachdem, was Sie schon haben, gibt es zwei Wege, das zu ergänzen.
Weg 1: Contact Details Scraper, wenn Sie bereits Firmenwebsites haben.
Liegt Ihnen eine Liste von Firmenwebsites aus einer anderen Quelle vor, extrahiert die Vorlage Contact Details Scraper daraus E-Mail-Adressen, Telefonnummern und Links zu Social-Media-Profilen wie LinkedIn, Facebook oder Instagram.
https://www.octoparse.de/template/contact-details-scraper
Weg 2: Die echte Firmenwebsite über eine benutzerdefinierte Aufgabe holen.
Die von Das Örtliche Lead Scraper gelieferte URL verweist auf den Eintrag bei dasoertliche.de, nicht auf die Firmenwebsite selbst. Diese ist aber direkt auf der Detailseite des Eintrags verlinkt. So kommen Sie daran:
- Neue Aufgabe erstellen. Wählen Sie im Octoparse-Client „Neu” und dann „Benutzerdefinierte Aufgabe”.

- URLs importieren. Bei der URL-Quelle stehen vier Optionen zur Wahl: URLs manuell eingeben, aus einer Datei importieren, direkt aus einer vorherigen Aufgabe importieren, oder nach einem festen Muster batch-generieren. Am schnellsten geht „Aus Aufgabe importieren”: Sie wählen den vorherigen Das-Örtliche-Lauf aus, und alle 84 URLs werden direkt übernommen, ganz ohne Export. Alternativ importieren Sie die zuvor exportierte Excel-Datei, dabei wählen Sie nur noch das Tabellenblatt und die Spalte, in der die URLs stehen.

- Beliebige Daten per Klick auswählen. Octoparse öffnet die erste importierte Seite im integrierten Browser. Mit der visuellen Punkt-und-Klick-Funktion lässt sich grundsätzlich jede Information auf der Seite markieren und als Datenfeld übernehmen, egal ob Text, Link oder Bild, nicht nur die Website. Klicken Sie zum Beispiel auf den Website-Link im Eintrag, erkennt Octoparse das Muster und übernimmt automatisch die passenden Elemente auf allen übrigen importierten Seiten. Genauso lassen sich weitere Felder auf derselben Seite markieren, etwa zusätzliche Angaben wie Leistungsschwerpunkte, falls vorhanden.

- Exportieren. Jedes markierte Feld landet als eigene Spalte im Ergebnis, in diesem Fall zum Beispiel die tatsächliche Firmenwebsite.

Diese Liste lässt sich anschließend direkt in Weg 1 weiterverwenden, um zusätzlich E-Mail-Adressen und Social-Media-Profile zu extrahieren.
Konvertiere Website-Daten direkt in Excel, CSV, Google Sheets und Ihre Datenbank.
Scrape Daten einfach mit Auto-Dedektion, ganz ohne Coding.
Scraping-Vorlagen für beliebte Websites, um Daten mit wenigen Klicks zu erhalten.
Mit IP-Proxys und fortschrittlicher API wird nie blockiert.
Cloud-Dienst zur Planung von Datenabfragen zu jedem gewünschten Zeitpunkt.
Gibt es eine Das Örtliche API? Die Grenzen der offiziellen Kanäle
Eine öffentlich dokumentierte API für den Datenabruf gibt es bei Das Örtliche nicht. Was die Plattform stattdessen anbietet, ist ein „Kostenfreier Eintragsservice”, über den Unternehmen ihren eigenen Eintrag verwalten und aktualisieren können, das betrifft jedoch nur den eigenen Betrieb, nicht die Daten anderer Unternehmen in der Region.
Das Örtliche lässt sich über die eigene Website kostenlos durchsuchen, das deckt den Bedarf einer einzelnen Anfrage vollständig ab. Für den Aufbau einer Liste mit mehreren hundert Einträgen stößt die manuelle Suche jedoch schnell an Grenzen: Jeder Treffer muss einzeln geöffnet und übertragen werden, ein CSV- oder Excel-Export ist über die Weboberfläche nicht vorgesehen.
Der Unterschied lässt sich so zusammenfassen: Die offiziellen Kanäle zeigen Ihnen Ihre eigenen Daten oder eine einzelne Anfrage. Ein Scraper liest die Daten anderer Unternehmen in der Menge aus, die für eine Vertriebsliste nötig ist.
Datenherkunft: So dokumentieren Sie, woher die Daten stammen
Kurz gefasst: Die DSGVO regelt, ob und wie Sie die Daten verarbeiten dürfen. Art. 14 verlangt zusätzlich, dass Sie betroffenen Personen auf Anfrage sagen können, woher die Daten stammen. Die vollständige rechtliche Einordnung haben wir in einem eigenen Beitrag zusammengefasst: Firmenadressen kaufen oder selbst erheben? Was DSGVO Art. 14 für Ihre Entscheidung bedeutet.
Für Das Örtliche konkret: Die Vorlage exportiert bereits eine eigene Spalte mit der Quell-URL für jeden einzelnen Eintrag, das deckt die Herkunftsangabe pro Datensatz automatisch ab. Was fehlt, ist der Erhebungszeitpunkt, das Datum des jeweiligen Laufs lässt sich nach dem Export als zusätzliche Spalte ergänzen. Bei firmenbezogenen Daten wie Hauptnummer und allgemeiner Adresse ist der Aufwand gering, da es sich meist nicht um personenbezogene Daten handelt.
Das Örtliche automatisiert ansteuern
Für Entwickler lässt sich Das Örtliche Lead Scraper direkt über die Octoparse CLI ansteuern, lokal vom eigenen Terminal aus, ideal für Skripte, Cron-Jobs oder CI/CD-Pipelines. Die Einrichtung:
- Installieren.
npm install -g octoparse-cli, vorausgesetzt sind Node.js 20+ und ein eigenständiger Chrome-Browser. Mitoctoparse doctorlässt sich die Umgebung prüfen. - API-Key hinterlegen. Über die Umgebungsvariable
OCTO_ENGINE_API_KEY. - Aufgabe ausführen.
octoparse run <task-id> --jsonstartet die Aufgabe und gibt das Ergebnis strukturiert aus. [Die Task-ID für Das Örtliche Lead Scraper wird nach Bestätigung ergänzt.] - Exportieren. Als JSON, JSONL, CSV, XLSX oder XML.
KI-Agenten wie Claude, Cursor oder LangChain können diese Befehle ebenfalls ausführen und die Vorlage so indirekt ansteuern.
Für cloudbasierte Vorlagen geht der Zugriff noch direkter: Über MCP (Model Context Protocol) lassen sie sich per natürlichsprachiger Anweisung direkt aus einem KI-Agenten heraus starten, ganz ohne Kommandozeile. Statt eine Vorlage manuell im Client zu öffnen, genügt eine Anweisung wie „Finde Hautärzte in München über das passende Verzeichnis-Template”, der Agent sucht die passende Vorlage selbst aus, startet den Cloud-Lauf und ruft die Ergebnisse ab.
Die Einrichtung dauert wenige Minuten:
Unterstützt werden unter anderem Claude (inklusive Claude Code), ChatGPT, Cursor, Gemini CLI und Manus. Die Nutzung ist im kostenlosen Kontingent enthalten, bis zu 2.000 Datensätze pro Woche, ohne Kreditkarte.
Fazit: Von der Longlist zur handlungsfähigen Liste
Ob Kaltakquise, M&A-Sourcing, Standortwahl oder Lieferantensuche: Der erste Schritt ist immer derselbe, Firmenname, Branche, Adresse und Telefonnummer aus Das Örtliche extrahieren. Von dort aus lässt sich die Liste je nach Bedarf erweitern, um die tatsächliche Firmenwebsite, E-Mail-Adressen, Ansprechpartner oder Handelsregisterdaten, mit einer nachvollziehbaren Quelle für jeden einzelnen Eintrag.
Für eine einmalige Recherche reicht der lokale Lauf von Das Örtliche Lead Scraper, bei Bedarf mit Boost-Modus für mehr Tempo. Ein Vertriebsteam, das dieselbe Region jede Woche neu abfragt, ergänzt das um eine zeitgesteuerte Ausführung und die benutzerdefinierte Aufgabe für die Firmenwebsite. Und wer eine M&A-Longlist oder eine unternehmensweite Standortanalyse aufbaut, verkettet die Vorlage zusätzlich mit dem Contact Details Scraper und den Handelsregisterdaten aus einer verlinkten Vorlage, automatisiert über die CLI oder, bei cloudfähigen Vorlagen, direkt per MCP aus einem KI-Agenten heraus.
Genau diese Bandbreite, vom einmaligen lokalen Lauf bis zur automatisierten Pipeline, macht aus einer einzelnen Vorlage den Ausgangspunkt für jede Größenordnung an Datenbedarf, die ein B2B-Team an Das Örtliche stellen kann.
FAQ
Ist das Scraping von Das Örtliche legal?
Das Extrahieren öffentlich zugänglicher Firmendaten wie Firmenname, Adresse und Telefonnummer ist grundsätzlich rechtlich zulässig, solange keine personenbezogenen Daten in unzulässiger Weise verarbeitet und die Nutzungsbedingungen der Website beachtet werden. Eine ausführliche rechtliche Einordnung finden Sie in unserem Beitrag zur Legalität von Web Scraping in Deutschland.
Wie oft sollte ich die Firmendaten aktualisieren?
Das hängt vom Anwendungsfall ab. Für eine einmalige Recherche, etwa eine M&A-Longlist, reicht ein einzelner Lauf. Für eine dauerhaft aktuelle Vertriebsliste empfiehlt sich eine zeitgesteuerte Ausführung, zum Beispiel monatlich.
Was mache ich, wenn Firmenwebsite oder E-Mail-Adresse fehlen?
Das Örtliche Lead Scraper liefert diese Felder nicht direkt. Über eine benutzerdefinierte Aufgabe lässt sich die tatsächliche Firmenwebsite von der Detailseite ergänzen, von dort aus liefert der Contact Details Scraper zusätzlich E-Mail-Adressen und Social-Media-Profile, siehe den Abschnitt zu den zwei Wegen weiter oben.
Kann ich Das Örtliche automatisiert oder per KI-Agent ansteuern?
Ja. Über die Octoparse CLI lässt sich die Vorlage direkt vom Terminal aus starten, auch eingebunden in Skripte oder CI/CD-Pipelines, und von KI-Agenten wie Claude oder Cursor ansteuern. Cloudbasierte Vorlagen lassen sich zusätzlich per MCP direkt aus einem KI-Agenten heraus mit natürlicher Sprache starten.
Lassen sich die Ergebnisse direkt ins CRM importieren?
Ja, der Export als CSV oder Excel lässt sich in gängige CRM-Systeme importieren, sofern die Spaltennamen mit den Importfeldern übereinstimmen. Octoparse unterstützt zusätzlich den automatischen Export in Google Sheets und gängige Datenbanken.
Was ist der Unterschied zu Gelbe Seiten oder Das Telefonbuch?
Gelbe Seiten, Das Örtliche, Das Telefonbuch und BundesTelefonbuch sind unabhängige Verzeichnisse mit teilweise unterschiedlichen Firmeneinträgen. Für eine möglichst vollständige Liste lohnt sich der Abgleich mehrerer Quellen, Anleitungen finden Sie für Gelbe Seiten und für Das Telefonbuch und BundesTelefonbuch.



