Google Maps zeigt Firmenname, Adresse, Telefonnummer und Website von Millionen lokaler Unternehmen. Die E-Mail-Adresse fehlt meist – die steht stattdessen auf der verlinkten Website oder im Impressum.
Für eine kleine Liste reicht der Ocoparse kostenlose E-Mail-Extraktor: URLs einfügen, E-Mail-Adressen in Sekunden erhalten, ohne Anmeldung.
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Für mehrere Hundert Unternehmen nach Branche und Stadt automatisiert, lesen Sie weiter: Die Octoparse-Vorlage erledigt Suche, Datenextraktion und E-Mail-Zuordnung in einem Lauf.

Google Maps Email Scraper – So kommen Sie an die Daten
Was aber, wenn Sie noch gar keine Liste von Webseiten haben, sondern erst wissen müssen, welche Unternehmen überhaupt infrage kommen?
Das ist typischerweise der Fall, wenn Sie gezielt Kontakte für eine bestimmte Branche in einer bestimmten Stadt aufbauen wollen: eine Marketingagentur, die Handwerksbetriebe ohne eigene Website ansprechen möchte. Ein Vertriebsteam, das eine Kaltakquise-Liste für Restaurants in einer Region braucht. Oder jemand, der einfach alle Friseursalons in München mit Kontaktdaten sammeln will, ohne jede Adresse einzeln bei Google Maps nachzuschlagen.
Für genau diesen Fall gibt es die Octoparse-Vorlage „Google Maps Email Finder“. Eine Vorlage ist ein vorgefertigter Scraper: Sie geben Suchbegriff, Ort und Seitenzahl ein, und das Tool findet die passenden Unternehmen und die zugehörigen E-Mail-Adressen in einem Durchgang, ohne dass Sie vorher eine einzige URL sammeln müssen.
So gehen Sie vor:
- Vorlage öffnen und auf „Versuchen!” klicken
- Suchparameter eingeben: Schlüsselwörter (z. B. Branche), Anzahl der Seiten, Standort
- Starten und den passenden Ausführungsmodus wählen (Cloud oder lokal)
Nur in wenigen Minuten liegen die ersten Ergebnisse bereits vor. Bei größerem Umfang dauert es etwas länger.
Was dann mit den Daten?
| Feld | Was Sie erhalten | Business-Nutzen |
|---|---|---|
| Firmenname, Branche | Name und Kategorie des Unternehmens | Segmentierung für gezielte Ansprache |
| Adresse, Standort | Vollständige Adresse | Gebietsplanung für Außendienst, regionale Kampagnen |
| Telefonnummer | Öffentliche Telefonnummer | Direkter Kontaktkanal für Kaltakquise |
| Über die verlinkte Website ermittelte E-Mail-Adresse | Direkt ins Cold-Mailing-Tool | |
| Website (vorhanden/fehlend) | Ob ein Unternehmen eine Website hat | Unternehmen ohne Website sind potenzielle Kunden für Web- oder Marketingdienstleistungen |
| Bewertung, Anzahl Rezensionen | Google-Bewertung und Rezensionsanzahl | Hohe Werte deuten auf ein etabliertes Unternehmen mit Budget hin, niedrige Werte auf möglichen Bedarf an Marketingunterstützung |
| Öffnungszeiten | Geschäftszeiten | Anrufzeiten automatisch planen, ohne einzeln nachzuschauen |

Octoparse im Vergleich: Outscraper, n8n und PhantomBuster
| Tool | Preis | E-Mail-Abdeckung | Setup |
|---|---|---|---|
| Octoparse (https://www.octoparse.de/template/google-maps-contact-scraper) | 0,50 $ / 1.000 Zeilen, ab Standard-Tarif | Ja, automatisch aus verlinkter Website | Keine Einrichtung, Suchbegriff + Ort + Seitenzahl eingeben |
| Outscraper | Nutzungsbasiert; E-Mails über Zusatzservice “Emails & Contacts Scraper” | Nur über diesen separat wählbaren Zusatzservice | Keine Einrichtung, API oder No-Code-Interface |
| n8n (Community-Workflow) | Kostenlos (selbst gehostet) oder Cloud-Tarif | Nein direkt – erfordert eigenen Code Node mit regulärem Ausdruck | Eigene Konfiguration nötig (Code Node, Regex) |
| PhantomBuster | Starter-Tarif 69 $/Monat, 20 Ausführungsstunden + 500 E-Mail-Credits/Monat | „Google Maps Search Export” selbst besucht keine Websites – separater Phantom nötig, verbraucht E-Mail-Credits | No-Code, aber mehrere Phantoms müssen verkettet werden |
Den Namen einer Kontaktperson liefert keines dieser Tools direkt, weil Google Maps als zugrunde liegende Datenquelle dieses Feld grundsätzlich nicht führt.
Ansprechpartner-Namen ergänzen: Die Grenze von Google Maps
Wer zusätzlich den Namen des Ansprechpartners braucht, etwa für eine personalisierte Kaltakquise, findet ihn nicht über Google Maps, sondern über das Impressum der Unternehmenswebsite oder das Handelsregister. Das ist keine Lücke, die Octoparse einfach offenlässt, sondern eine bewusste Aufteilung: Google Maps ist die richtige Quelle für Breite, nicht für Tiefe. Jede Quelle liefert genau die Felder, die sie tatsächlich führt, und keine vorgetäuschten zusätzlichen.
Genau deshalb lassen sich die Octoparse-Vorlagen zu einem durchgängigen Workflow verketten: Google Maps liefert Firmenname, Adresse und Website für eine ganze Branche in einer Stadt. Aus derselben Website-URL zieht das Impressum den Ansprechpartner und bei zulassungspflichtigen Berufen weitere Pflichtangaben. Das Handelsregister ergänzt Handelsregisternummer und Rechtsform, sobald der Firmenname vorliegt. Jeder Schritt nutzt die Ausgabe des vorherigen als Eingabe, ohne dass Sie Daten manuell zwischen den Quellen übertragen müssen. Wie sich diese Kette im Detail aufbauen lässt, von der ersten Google-Maps-Suche bis zur vollständigen Kontaktliste mit Handelsregisternummer, zeigt der Beitrag Von Google Maps zur Kontaktliste.
Für Branchen, die stärker in lokalen Verzeichnissen als bei Google selbst vertreten sind, etwa traditionelle Handwerksbetriebe, deckt zusätzlich die Vorlage für lokale Unternehmen Gelbe Seiten und Das Telefonbuch ab. Die Lead-Generierung über Google Maps ist damit ein Baustein unter mehreren, keine Insel für sich.
Ist das rechtlich zulässig? DSGVO und Kaltakquise
Öffentlich sichtbare Geschäftsdaten wie Firmenname, Adresse und die im Impressum veröffentlichte E-Mail-Adresse dürfen grundsätzlich auf Basis eines berechtigten Interesses nach Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO verarbeitet werden, etwa für B2B-Kontaktaufnahme. Das gilt unabhängig davon, ob die Daten manuell oder automatisiert erhoben wurden.
Zwei Punkte werden dabei häufig übersehen:
Erstens regelt die DSGVO nur die Datenverarbeitung, nicht das Versenden von Werbe-E-Mails. Ob eine unaufgeforderte Kontaktaufnahme per E-Mail zulässig ist, richtet sich zusätzlich nach § 7 UWG, das für Werbung ohne vorherige Einwilligung deutlich engere Grenzen setzt als die DSGVO für die reine Datenerhebung.
Zweitens greift bei aus Drittquellen erhobenen personenbezogenen Daten grundsätzlich die Informationspflicht nach Art. 14 DSGVO gegenüber den betroffenen Personen, mit Ausnahmen etwa bei unverhältnismäßigem Aufwand. Bei welchen Datenmengen und Konstellationen diese Ausnahme greift und was das für selbst erhobene Firmenadressen konkret bedeutet, behandelt der Beitrag Firmenadressen kaufen oder selbst erheben.
Fazit
Wie viele der hier beschriebenen Schritte Sie tatsächlich brauchen, hängt vom Umfang Ihrer Liste ab. Bei einer Handvoll Websites reicht der kostenlose E-Mail-Extraktor als Einstieg. Sobald eine ganze Branche in einer Stadt dazukommt, übernimmt die Octoparse-Vorlage Suche, Extraktion und E-Mail-Zuordnung in einem Durchgang, ohne dass Sie einzelne Adressen von Hand zusammentragen müssen.
Den Namen eines Ansprechpartners liefert dabei keine der beiden Varianten: Google Maps führt dieses Feld grundsätzlich nicht. Wer ihn zusätzlich braucht, ergänzt ihn über Impressum und Handelsregister, mit denselben Firmendaten aus dem ersten Schritt als Ausgangspunkt. So wächst aus einer einzigen Google-Maps-Suche Stück für Stück eine vollständige Kontaktliste, genau so tief, wie Sie sie tatsächlich brauchen.

FAQ
Warum zeigt Google Maps keine E-Mail-Adressen an?
Google Maps führt E-Mail-Adressen grundsätzlich nicht als eigenes Datenfeld, nur Firmenname, Adresse, Telefonnummer, Website und Öffnungszeiten. Die Octoparse-Vorlage gleicht das aus, indem sie im selben Durchgang automatisch die verlinkte Website jedes gefundenen Unternehmens besucht und die dort veröffentlichte E-Mail-Adresse mit extrahiert, sodass die Ergebnistabelle am Ende trotzdem eine Emails-Spalte enthält.
Unterscheidet sich das von der offiziellen Google Places API?
Ja. Auch die Places API von Google liefert laut offizieller Feldliste keine E-Mail-Adressen, nur Telefonnummern und Öffnungszeiten in der Kategorie Kontaktdaten. Wer nur die Places API nutzt, muss E-Mail-Adressen selbst zusätzlich von den Websites erfassen; die Octoparse-Vorlage übernimmt genau diesen zusätzlichen Schritt automatisch mit.
Ist das Extrahieren von E-Mail-Adressen aus öffentlichen Quellen erlaubt?
Die Verarbeitung öffentlich zugänglicher Geschäftsdaten ist auf Basis eines berechtigten Interesses nach Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO grundsätzlich möglich. Für die anschließende Kontaktaufnahme per E-Mail gelten zusätzlich die engeren Grenzen aus § 7 UWG. Details dazu im Abschnitt zur Rechtslage weiter oben.
Was, wenn ein Unternehmen keine eigene Website hat?
Dann liefert weder der kostenlose E-Mail-Extraktor noch die Octoparse-Vorlage eine E-Mail-Adresse, da beide auf die verlinkte Website angewiesen sind. Für genau diesen Fall ist das Feld “Website vorhanden/fehlend” in der Ergebnistabelle nützlich: Es filtert Unternehmen ohne Website direkt heraus, etwa für Kaltakquise per Telefon oder Post statt E-Mail.
Brauche ich Programmierkenntnisse, um Google Maps zu scrapen?
Nein. Die Octoparse-Vorlage ist vorkonfiguriert: Suchbegriff, Ort und Seitenzahl eingeben genügt. Für einzelne Websites reicht der E-Mail-Extraktor ganz ohne Anmeldung oder Einrichtung.
Lassen sich mit demselben Tool auch Telefonnummern oder Bewertungen extrahieren?
Ja, die Octoparse-Vorlage liefert Telefonnummer, Bewertung und Anzahl der Rezensionen im selben Durchgang mit, ohne separate Abfrage.
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